Als Selbstständige verbinden wir das Schreiben oft mit den (Werbe-) Texten für unsere Websites, E-Mails, Blogartikel, Social Media-Posts. Wir schreiben, um andere zu informieren und zu inspirieren.

 

Ich hatte lange Zeit auch nicht mehr im Schreiben gesehen – bis ich vor meinen eigenen Texten saß und nicht wusste, was ich aufs (digitale) Papier bringen sollte…

 

Wo sonst meine Finger für eine Marketingagentur, ein Modeunternehmen und erste Kundenaufträge freudig über die Tastatur tanzten, blinkte nur noch der Cursor in einem nervigen Takt. Keiner gab mir konkrete Vorgaben und die Informationen, die ich brauchte, konnte ich auch nicht recherchieren.

 

So habe ich gemerkt: Als Selbstständige müssen wir vor allem nach innen schauen, um schreiben zu können. Von Zeile zu Zeile schrieb ich mich so zu meinen Texten – und zu meinem bewussten Ich.

 

Das erlebe ich auch immer wieder in meinen Schreib-Mentorings mit anderen Selbstständigen. So sagte eine Kunden über unsere gemeinsame Zeit: „Als ich das Mentoring gebucht hatte, wollte ich eine schnelle Lösung für meine Website-Texte. Bekommen habe ich so viel mehr. Das Mentoring mit Vanessa war eine tiefe Reise zu mir selbst.“

 

In diesem Blogartikel mag ich dich gerne einladen, das Schreiben von einer ganz neuen Perspektive zu betrachten: Schreiben ist viel mehr als ein Weg, mit anderen zu kommunizieren; Schreiben kann dein liebstes Tool werden, um dich selbst zu coachen!

 

 

 

3 Auswirkungen des Schreibens auf deine Selbstständigkeit und Persönlichkeit

 

1. Klarheit

Bedürfnisse, Wünsche, Arbeitsalltag

 

Als Selbstständige rauschen wir oftmals durch den Tag und haben dabei den Autopiloten eingeschalten. Wir verfolgen bestimmte Routinen, Ziele, Termine und vergessen dabei häufig, dass wir die Freiheit, aber auch die Verantwortung haben, unseren Alltag selbst zu gestalten. Und dazu gehört es auch, dass wir uns selbst daran erinnern, immer mal wieder eine Bestandsaufnahme zu machen.

 

Wenn du dich mit deinen Gedanken hinsetzt, kannst du die Zeit ein bisschen langsamer werden lassen und vor allem: dir selbst mal wieder zuhören!

 

Beim Schreiben hältst du den Autopiloten an. Du steuerst die äußeren Einflüsse und deinen inneren Dialog wieder ganz bewusst. So verbindest du dich mit deiner Herzenswahrheit und schenkst dir Klarheit über deine aktuelle Situation:

  • Gedanken und Gefühle
  • Bedürfnisse und Vorstellungen
  • Glaubenssätze und Selbstsabotage
  • Ängste und Sorgen
  • Gewohnheiten und Routinen
  • Ereignisse und Erfahrungen

 

Wenn du dir über dich selbst im Klaren bist, kannst du deinen Alltag mit mehr Leichtigkeit, Produktivität und Freude füllen.

 

Eine Mentoring-Kundin machte ebenfalls diese Erfahrung und teilte in einer E-Mail folgende Zeilen mit mir: „Ich finde es super, dass ich endlich vieles schreibe und nicht alles im Kopf oder anderen Sphären habe… Auch wenn es (noch) nicht täglich ist, aber ich merke mir vieles und wenn ich dann schreibe, sprudelt es. Alleine das finde ich schon toll an unserem Coaching. Danke für Deine Anregung.“

 

Das Wundervolle am geschriebenen Wort ist außerdem: Du kannst deine Gedanken immer wieder nachlesen und reflektieren. Ich liebe es, durch meine Instagram-Posts, digitale Briefe von Liebe kreative Seele… und Journal-Einträge zu schmökern. So habe ich beispielsweise für mich erkannt, was ich an glücklichen und produktiven Tagen anders machte als an Tagen, an denen ich mich ausgelaugt und mies fühlte.

 

Tipp: In einer stressigen Phase oder wenn ich mich verloren fühle, setze ich mich morgens am liebsten mit meinem Notizbüchlein hin und beantworte mir diese Fragen:

  • Wie fühle ich mich gerade?
  • Wie möchte ich mich fühlen?
  • Wie kann ich meinen Tag gestalten, um mich so zu fühlen?

Die Antworten helfen mir, Klarheit über meine aktuellen Bedürfnisse und gleichzeitig auch für meine (langfristigen) Ziele zu bekommen und so liebevoll und fokussiert durch den Tag zu gehen.

 

 

 

2. Selbst-bewusst-sein

Brand Story, Vision, Wert

 

Die Klarheit, die ich durch das Schreiben gewonnen habe, hat mir eine ganz neue Möglichkeit gegeben, mich selbst näher kennen und auch lieben zu lernen. Denn je mehr ich mich selbst verstehe, desto besser kann ich mit mir umgehen und mich wertschätzen:

  • Charaktereigenschaften und Talente
  • Fähigkeiten und Wissen
  • eigene Geschichte mit Stationen, Wendepunkten, Zusammenhängen und Bedeutungen
  • Vision und Ziele
  • Angebote und Traumkunden

 

Für mich persönlich war es so wertvoll, mit gezielten Schreib-Impulsen die Zusammenhänge meiner Vergangenheit zu sehen und zu verstehen. Aus meiner eigenen Geschichte konnte ich wiederum meine Brand Story und meine Vision noch besser ableiten.

(Was genau eine Brand Story ist und warum sie dich  beruflich und persönlich weiterbringt, kannst du in diesem Blogartikel nachlesen: Brand Story – Warum du als Freelancer eine Geschichte brauchst.)

 

 

Dieses Selbstbewusstsein, das du so in dir hast, strahlt auch nach außen. Du kannst deine Arbeit besser präsentieren, deinen Wert kommunizieren und deine einzigartige Persönlichkeit noch mehr einbringen.

 

So schrieb mir eine Kundin nach unserem Mentoring: „Ich verdanke Dir ganz viele kostbare und sehr hilfreiche Einsichten, habe gelernt, etwas mehr über mich und vor allem mehr und anders über meine Arbeit zu sprechen und habe das Schreiben wiederentdeckt.“

 

Tipp: Besonders in der Selbstständigkeit finde ich Selbstbewusstsein – also über sich selbst bewusst sein – wichtig, weil unsere Arbeit eng mit unserer Persönlichkeit verknüpft ist. Wenn du dich so zeigst, wie du bist, mit all deinen liebenswerten Ecken und Kanten, ziehst du die Menschen an, die dich und deine Arbeit wertschätzen.

 

Magst du mehr darüber erfahren, wie du deine Persönlichkeit in deine Texte einfließen lassen kannst? In diesen Blogartikeln gebe ich dir Infos, Tipps und Anleitungen:

Wie du Texte mit Persönlichkeit schreibst (4-teilige Blog-Serie)
Marketing in der Selbstständigkeit: Worüber kannst du schreiben?
Gefühle in Worte fassen – so gelingt es dir
Wie du mehr Selbstbewusstsein für deine Arbeit bekommst

 

 

 

3. Mindset

Glaubenssätze, Sicherheit, emotionale und körperliche Leichtigkeit

 

Kennst du das, wenn du über ein bestimmtes Thema oder eine Situation schreiben magst und plötzlich kommen dir Gedanken wie Ich kann das nicht!, Ich muss mir erst noch mehr Wissen aneignen!, Das wird eh niemanden interessieren! oder Ich bin nicht gut genug…? Das ist prima! Ja wirklich, denn so verbindest du dich mit deiner inneren Einstellung:

  • Ängste, Unsicherheiten und Überforderung
  • Achtsamkeit und Dankbarkeit
  • Vertrauen und Mut
  • Fortschritte und Erfolge

 

Wenn du diese Themen angehst, dir beim Schreiben zuhörst und deine Zeilen reflektierst, schenkst du dir selbst Sicherheit, Stabilität und Geborgenheit – und somit ein positives Mindset für deine erfolgreiche Selbstständigkeit!

 

Ein Beispiel aus meinem Arbeitsalltag: Wie du vielleicht schon einmal gelesen hast, mag ich Podcast-Interviews total gerne, bin davor aber sehr aufgeregt. Im Anschluss reflektiere ich jedes Interview schriftlich. So habe ich mir einer meiner liebsten Erkenntnisse geschenkt: Ich kann mich auf mich verlassen! Ich kann mir vertrauen!

 

Und auch hier schrieb mir eine Kundin während unserer gemeinsamen Zeit im Mentoring von einer ähnlichen Erkenntnis: „Du gibst mir nicht nur Hilfen meine persönliche Schreibstimme wiederzufinden, sondern den Weg in mein Inneres neu zu entdecken und zu fühlen. Und vor allem auch darauf zu vertrauen, ich selbst sein zu dürfen.“

 

Neben dieser mentalen Stärke und Ausgeglichenheit, hat das Schreiben auch Auswirkungen auf deinen Körper: Wenn du deine destruktiven Gedanken loslässt, kannst du besser ein- und durchschlafen und leichter mit Stress jonglieren. Das ist sogar wissenschaftlich bewiesen!

 

Tipp: Beantworte dir schriftlich Fragen, die dir im Kopf umherspuken. Es ist so kraftvoll, wenn du dich mit einem Zettel, Stift und dieser Frage hinsetzt. – Versprochen!

Ich stellte mir beispielsweise Ende 2017 immer wieder diese Frage: Warum komme ich einfach nicht ins Umsetzen? Beim Schreiben erkannte ich plötzlich, dass ich in den letzten Monaten alles andere als untätig war: Neben großartigen und inspirierenden Kundenaufträgen, habe ich u.a. „Liebe kreative Seele…“ gestartet, meinen Blog gelauncht, ein eBook veröffentlicht, meine Preise angepasst, erste Interviews gegeben, private Veränderungen umgesetzt, Mutausbrüche und Krisen gemeistert und vor allem Entscheidungen immer mit dem Herzen getroffen. Mein Problem bestand also nicht, wie gedacht, im fehlenden Umsetzen! Vielmehr gestand ich mir ein, dass ich meine Fortschritte und Erfolge zu wenig wahrnahm und feierte.

 

 

 

Wissenschaftlich bewiesen: Die Kraft des Schreibens

Fasziniert von meinen eigenen Erfahrungen und denen meiner Kunden, bin ich weiter in das Thema eingestiegen, habe viel recherchiert und selbst angewendet. Die positive Wirkung des bewussten Schreibens ist sogar wissenschaftlich bewiesen und wird in der Psychotherapie angewendet.

 

Die Kraft des Schreibens geht weit in die Geschichte zurück und bekam vor allem durch Siegmund Freud und Carl Gustav Jung mehr Beachtung. Auch Schriftsteller wie Rainer Maria Rilke oder Franz Kafka sprachen von der positiven Wirkung des Schreibens und meinten, dass ihre Gedichte und Romane ihnen halfen, sich besser zu verstehen – und sie sogar vor der Psychiatrie bewahrten.

 

Hier ein paar flinke Fakten dazu:

– Die Kraft des Schreibens kann bis ca. 500 v. Chr. nachverfolgt werden. In der griechischen Mythologie ist Apoll der Gott der Künste, besonders der Dichtkunst und der Heilkunst.

– In der Psychologie wurde das Schreiben vor allem durch Psychiater wie Sigmund Freud und Carl Gustav Jung bekannt. Sie sahen das Schreiben als heilende Möglichkeit an, ein verdrängtes Erlebnis aus dem Unterbewusstsein hervorzuholen.

– Durch das Aufschreiben der Gedanken entspannen sich die Muskeln, der Blutdruck senkt sich und der Herzschlag wird reguliert. Somit hat das Schreiben eine positive Wirkung bei Stress.

– Regelmäßiges, bewusstes Schreiben hilft nachweislich bei körperlichen Beschwerden wie Bluthochdruck, Asthma oder auch Suchtkrankheiten.

– Schreiben steigert die Konzentrationsfähigkeit, weil wir nicht so viel grübeln und klarer sind.

– Wenn du regelmäßig schreibst, kannst du dein soziales Verhalten verbessern. Das liegt unter anderem daran, dass du dir bewusster über deine Gedanken und Gefühle wirst und sie somit klarer mitteilst. – Das kann ich durchaus bestätigen.

– Besonders die Menschen, denen es schwerfällt, sich anderen zu öffnen und zu vertrauen, hilft das Schreiben.

 

Magst du mehr über die Wirkung des Schreibens lesen? Liebend gerne trage ich dir weitere spannende Infos dazu in einem Blogartikel zusammen.

 

(Natürlich ersetzt das Schreiben als Selbsttherapie keine Psychotherapie und kann auch in die falsche Richtung einschlagen, wenn man sich beispielsweise immer im Kreis dreht und in negative Gefühle reinsteigert. In diesem Fall sollte man sich immer Hilfe suchen!)

 

 

Schreiben ist einer der wichtigsten Bestandteile in meinem Alltag – nicht nur, weil ich Schreib-Mentorin und Texterin bin… Schreiben ist mittlerweile mein allerliebstes Tool, um Ereignisse zu reflektieren, Situationen vorher durchzugehen, mir über meine Gedanken, Gefühle und Gewohnheiten bewusster zu werden – und um mich somit persönlich und beruflich selbst zu coachen!

 

So verhelfen mir beispielsweise meine Website-Texte zu mehr Klarheit, meine Social Media-Posts schenken mir den Mut, ich selbst zu sein, meine Blogartikel motivieren mich, meine Gedanken zu ordnen und mit meinem Newsletter reflektiere ich regelmäßig Erlebnisse aus meinem Alltag.

 

Wünschst du dir das auch für dich? Liebend gerne begleite ich dich bei den Zeilen zu deinen Texten und zu dir selbst!

Im Mitgliederbereich von Liebe kreative Seele… teile ich monatlich Schreib-Impulse mit dir, die dich einladen, dich und dein Business zu reflektieren und zu visualisieren.

 

Wenn du persönlich unterstützt werden magst, dann lass uns liebend gerne kennenlernen und in einem Schreib-Mentoring zusammenarbeiten.

 

Mehr als Texte: Wie sich das Schreiben auf deine Selbstständigkeit und Persönlichkeit auswirkt

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