Sie ist eine meiner Vorbilder und Inspirationen: Nina Pettenberg. Nina ist Unternehmerin, Autorin, Coach und Business-Mentorin. Zusammen haben wir bereits einige schöne Projekte realisiert; so darf ich beispielsweise regelmäßig für Nina texten und war Gastmentorin in ihrem Onlineprogramm Shine Your Light.

Bei unseren Treffen und Arbeiten habe ich immer wieder gemerkt, welche große Rolle das Schreiben bzw. Journaling in Ninas Alltag spielt und wie sie es in die Arbeit mit ihren Klientinnen einfließen lässt. Daher freue ich mich umso mehr,  Ninas wertvolle Einblicke zu diesem Thema mit dir zu teilen.

 

Dann wird mein Journal zu einem sicheren, geschützten Raum, der mich hält und trägt. Alles darf sein. Alles darf, so wie es in mir ist, Ausdruck finden. Meine Gefühle, Sorgen, Zweifel, Ängste, aber auch meine Träume und Herzenswünsche!

Nina Pettenberg

 


 

 

1. Liebe Nina, Schreiben für deine Selbstständigkeit vs. Journaling für dich persönlich: Wo siehst du Gemeinsamkeiten und Unterschiede?

Wenn ich für mich persönlich schreibe, haben alle meine Emotionen und Gefühle Raum und Platz. Dann wird mein Journal zu einem sicheren, geschützten Raum, der mich hält und trägt. Alles darf sein. Alles darf, so wie es in mir ist, Ausdruck finden. Meine Gefühle, Sorgen, Zweifel, Ängste, aber auch meine Träume und Herzenswünsche!

Wenn ich für meine Selbständigkeit schreibe, ist das natürlich etwas anderes. Denn da möchte ich eine inspirierende Brücke schlagen, vom Ich zum Du, also von mir zu meiner Leserin/meinem Leser. Ich schreibe dann mit einer Intention im Herzen. So, dass es für mein Gegenüber verständlich und inspirierend ist. An passenden Stellen, lass ich dann gerne persönliche Erfahrungen aus meiner Geschichte einfließen. Aber besonders die, die ich für mich schon geheilt bzw. verstanden habe.

 

 

2. Wann greifst du zu Zettel und Stift bzw. wann lässt du deine Finger über die Tastatur tanzen?

Ich schreibe in ganz unterschiedlichen Situationen. Ich greife zu Zettel und Stift,  wenn gefühlt 1001 Gedanken in meinem Kopf umher schwirren, ich mich nach einer Lösung oder einem konkreten nächsten Schritt sehne. Wann immer der Impuls auftaucht, erlaube ich mir zu schreiben. Es ist für mich ganz wichtig, diesem inneren Gefühl zu folgen, da sich sonst die Gedanken auch wieder verflüchtigen.

 

3. Hast du bestimmte Routinen für dein Journaling?

Früher habe ich ganz pingelig Tagebuch geführt. Ich habe jeden Abend, vor dem zu Bett gehen, alles genau beschrieben: meinen Tagesablauf, Begegnungen und was ich darüber denke. Alles musste eine bestimmte Reihenfolge haben. Heute bin ich da viel freier und gehe mit dem was ist. Manchmal scheibe ich, manchmal schneide ich nur ein Wort aus einer Zeitschrift aus und klebe es ein, manchmal zeichne ich. Die Routine ist wohl eher, dass ich mir durch mein Journal einen kreativen Platz schenke, für Ideen, Gedanken, Gefühlswallungen, kreative Eingebungen.

 

 

4. Kommt es vor, dass du eine Schreibblockade hast? Wenn ja, was machst du dann?

Ja, das kommt definitiv vor. Ich schreibe momentan an meinem neuen Buch und fühle mich immer mal wieder blockiert. Was mir in diesen zähen Momenten am besten hilft ist, etwas ganz anderes zu machen. Aufstehen und spazieren gehen, dabei ein Symbol suchen, das mir helfen könnte weiter zu schreiben. Manchmal ziehe ich auch eine Tarotkarte mit dem Wunsch, nach einer Inspiration, die mich beflügelt und wieder in den kreativen Flow kommen lässt. Und die Übung Jetzt, die ich in der Frage 9 beantworte.

 

 

5. Welche Themen tauchen sowohl in deinen beruflichen als auch in deinen persönlichen Texten immer wieder auf?

Wie kann ich aus dem was ich liebe, ein florierendes Business erschaffen & wie kann ich andere auf dem Weg wirksam begleiten
Wie kann ich Herausforderungen in Chancen verwandeln & andere liebevoll auf diesem Heilungsweg begleiten.
Wie kann ich mich als Frau & Mama mit Leichtigkeit und Freude durch mein Leben bewegen, mich frei und verbunden fühlen & auch andere dazu inspirieren.
Aus letzterem ist sogar ein Buch entstanden, das viel Raum zum Schreiben lässt. „Mein Spürbuch – in 10 Schritten zu Deinem mutterleichten Leben“.

 

 

6. Welche Wirkung hat das Schreiben deiner Business-Texte (beispielsweise Instagram und Website) auf deine Persönlichkeit?

Das Schreiben von Business-Texte hilft mir immer wieder dabei, dem was in mir ist, Ausdruck zu verleihen. Es fordert mich in meine Klarheit. Es fordert mich, in meinem Zeigen authentisch zu sein.

 

 

7. Und wie ist es andersherum: Welche Wirkung hat das Journaling auf deine Selbstständigkeit?

Es öffnet mir immer wieder die Augen für das Wesentliche.

 

 

8. Erinnerst du dich an eine Frage oder an ein Problem, das du mithilfe des Schreibens lösen konntest? Welche Erkenntnis hast du dank deiner schriftlichen Worte für dich gewinnen können?

Immer wieder unterstützt mich das Schreiben dabei, klare Entscheidungen treffen zu können. Indem ich über jede Möglichkeit schreibe, fühle ich bereits beim Schreiben, was sich für mich stimmiger anfühlt.

Besonders erinnere ich mich an die Zeit, bevor ich meinen Podcast „Create your Soulful Business“ gelauncht habe. Ich hatte ein wahres Gedankenkarusell: neben den zweifelnden Gedanken, wie „schaffe ich das, wer will das schon hören, über was soll ich überhaupt erzählen“, beschäftigte mich am meisten, auf was der Fokus liegen und wie der Podcast heißen soll.

In dieser Zeit habe ich mir schriftlich immer wieder die Frage gestellt: “Über was fällt es Dir leicht zu reden? Was liebst Du zu erzählen?“ Ich habe geschrieben, geschrieben und geschrieben. Das Geschriebene habe ich alle paar Tage, durchgelesen und habe die Worte markiert, die für mich aus dem Text herausstrahlten. So fühlte ich das Wesen meines Podcasts immer klarer und konnte das Konzept vervollständigen.

 

 

9. Egal ob beruflich oder persönlich: Hast du eine Schreib-Übung, die du am liebsten anwendest?

Die Schreib-Übung JETZT.

Sie ist ganz einfach, aber sehr wirksam.
Ich starte, indem ich die Augen schließe, meine Hand auf mein Herz lege, ein paar Atemzüge ganz bewusst nehme und meine Schultern weich sinken lasse. Sobald ich den inneren Impuls spüre, nehme ich meinen Stift zur Hand und schreibe das Wort JETZT. Dann dürfen die Worte, Gedanken, Gefühle folgen, die jetzt da sind. Das wichtige ist, dass alles erlaubt ist. Kein Bewerten oder Zensieren. Es muss keinen Sinn ergeben. Es geht darum, einfach zu schreiben, was jetzt ist, ohne den Stift abzulegen oder zu überlegen. Ich schreibe so lange, bis ich das Gefühl habe, jetzt ist es gut.

 

 

 

10. Magst du noch etwas mit uns teilen?

Danke für die schönen Fragen, Vanessa!

 

 

Wenn ich für meine Selbständigkeit schreibe, ist das natürlich etwas anderes. Denn da möchte ich eine inspirierende Brücke schlagen, vom Ich zum Du, also von mir zu meiner Leserin/meinem Leser. Ich schreibe dann mit einer Intention im Herzen. So, dass es für mein Gegenüber verständlich und inspirierend ist. 

Nina Pettenberg

 

 


 

Liebe Nina, herzlichen Dank für deine Worte und Einblicke – so inspirierend. Besonders fasziniert hat mich der schriftlicher Weg zum Konzept deines Podcasts. So schön, mit wie viel Ruhe und Vertrauen du immer wieder in deine Aufzeichnungen geschaut hast und wie sich so alles Schritt für Schritt ergeben hat. 

 

 

Magst du mehr Inspiration und Impulse von Nina bekommen? Dann schau auf ihre Website www.ninapettenberg.de oder höre dir ihren Podcast Create Your Soulful Business an.

 

 

 

Schreiben für Persönlichkeit & Selbstständigkeit: Interview mit Nina Pettenberg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.