Eine Person, die ich in meinem Freundeskreis aus Selbstständigen nicht mehr missen mag? Das ist Eva Hunger! Eva ist Coach und eine lebensfrohe Powerfrau, die mir mit ihren wertvollen Fragen und Botschaften immer weiterhilft.

Wir haben uns im April 2017 über die Frog List von Anna Milaknis kennengelernt und mehrere Monate als Frog Buddies begleitet. Seither haben wir regelmäßig Kontakt und auch schon das ein oder andere Projekt zusammen umgesetzt. So hat Eva beispielsweise eine wundervolle Meditation für mein eBook kreiert.

 

In unseren Gesprächen ist oft unsere gemeinsame Liebe zum Schreiben ein Thema. Ganz klar also, dass ich Eva zum Interview bat. Sie erzählt uns u.a., was oft wirklich hinter ihren Schreibblockaden steckt und gibt uns eine liebevolle Schreibübung, die wir für uns selbst und auch für andere anwenden können.

 

Beim Schreiben kommt bei mir oft eine Stimme hervor, die ich das „Urvertrauen“ nenne. Dann weiß ich wieder, dass ich sicher bin, mir nichts passieren kann und alles genau so ist, wie es sein soll.

Eva Hunger

 

 


 

1. Liebe Eva, Schreiben für deine Selbstständigkeit vs. Journaling für dich persönlich: Wo siehst du Gemeinsamkeiten und Unterschiede?

Gemeinsam ist, dass es mir immer unglaublich weiterhilft. Ich mag den Prozess an sich, dass etwas, das vorher nur in meinem Kopf war, im Außen zu sehen ist und auch von anderen gesehen werden kann. Schreiben bzw. Text ist das Medium, über das wir so wunderbar kommunizieren können. Der Unterschied liegt für mich in der Absicht: Beim Journaling geht es mir darum mich zu beruhigen und immer wieder festzustellen, dass es nur meine Gedanken (und nicht die Situation selbst) sind, die mir Stress bereiten. Abstruse, verwirrende Gedanken einfach mal auf Papier zu bringen hat etwas sehr Klärendes und Beruhigendes. Beim Schreiben für die Selbstständigkeit geht es mir darum Texte zu verfassen, die ich für meine Produkte oder Social Media Kanäle nutzen kann. Beim Journaling überlege ich auch nicht was ich schreibe, sondern schreibe einfach drauflos, beim Schreiben für die Selbstständigkeit überlege ich mir vorher was ich sagen möchte um es meinen Lesern so leicht wie möglich zu machen.

 

 

 

2. Wann greifst du zu Zettel und Stift bzw. wann lässt du deine Finger über die Tastatur tanzen?

Beim Journaling schreibe ich gerne mit Zettel und Stift, beim Schreiben für die Selbstständigkeit sitze ich meist am Laptop.

 

3. Hast du bestimmte Routinen für dein Journaling?

Nein. Das mache ich einfach wenn mir danach ist : )

 

 

4. Kommt es vor, dass du eine Schreibblockade hast? Wenn ja, was machst du dann?

Ja klar, das kommt immer mal wieder vor! Es kommt darauf an, wie die Situation ist. Wenn ich eine Deadline habe, schreibe ich einfach trotzdem und stimme zu, dass ich gerade uninspirirert bin. Wenn ich Zeit dafür habe, lege ich den Stift zur Seite und mache etwas Anderes. Mein Unterbewusstsein kreiert ja trotzdem weiter und meist habe ich dann irgendwann einen Geistesblitz : ) Ich weiß von mir, dass ich manchmal gar keine kreativitätsbedingte Schreibblockade habe, sondern eher meine Gedanken darum kreisen, es allen recht machen zu wollen bzw. den absolut perfekten Text zu formulieren. Das bespreche ich dann mit meinem Coach, der mit mir das super schnell auflöst und ich weitermachen kann.

 

 

5. Welche Themen tauchen sowohl in deinen beruflichen als auch in deinen persönlichen Texten immer wieder auf?

„Einfach vertrauen. Alles fügt sich.“ Das ist der Satz, den ich wohl am meisten geschrieben habe – sowohl beim Journaling als auch für Instagram Posts. Ich schreibe viel dazu dem Leben wie es ist zuzustimmen, Achtsamkeit mit sich und anderen, Ideen wahrwerden lassen, Erfolgserlebnisse, über sich selbst hinauswachsen und Mitgefühl mit sich selbst.

 

„Einfach vertrauen. Alles fügt sich.“ Das ist der Satz, den ich wohl am meisten geschrieben habe – sowohl beim Journaling als auch für Instagram Posts.

Eva Hunger

 

 

6. Welche Wirkung hat das Schreiben deiner Business-Texte (beispielsweise Instagram und Website) auf deine Persönlichkeit?

Spannende Frage! So habe ich noch nie darüber nachgedacht. Ich denke, dass das Schreiben der Business-Texte in zweierlei Hinsicht auf meine Persönlichkeit wirkt. Zum einen ist für mich eine großartige Reflektionsmöglichkeit und ich kann mich immer wieder darin üben, meine Gedanken und Ideen so zu formulieren, dass andere sich wiedererkennen können und (das hoffe ich) es ihnen als Inspiration und Motivation dient. Zum anderen bin ich viel mutiger geworden meine Meinung kundzutun – früher ist es mir z.B. in Diskussionsrunden sehr schwer gefallen überhaupt irgendetwas zu sagen. Das geht jetzt viel besser : )

 

 

7. Und wie ist es andersherum: Welche Wirkung hat das Journaling auf deine Selbstständigkeit?

Ich bin viel klarer. Wenn ich morgens aufwache und mein Kopf ist voller Gedanken, dann setze ich mich erst einmal hin und schreibe und schreibe und schreibe bis ich wieder „leer“ bin. Das hilft mir ungemein zu priorisieren und klare Entscheidungen zu treffen. Außerdem bekomme ich beim Schreiben manchmal schöne Ideen für Texte, die ich für andere schreiben kann.

 

 

8. Erinnerst du dich an eine Frage oder an ein Problem, das du mithilfe des Schreibens lösen konntest? Welche Erkenntnis hast du dank deiner schriftlichen Worte für dich gewinnen können?

Das ist schon öfter passiert. Beim Schreiben kommt bei mir oft eine Stimme hervor, die ich das „Urvertrauen“ nenne. Dann weiß ich wieder, dass ich sicher bin, mir nichts passieren kann und alles genau so ist, wie es sein soll. Erkenntnisse beim Schreiben habe ich auch oft, wenn ich den Prozess „The Work“ von Byron Katie nutze. Es gibt ein Blatt von ihr, das heißt „Urteile über deinen Nächsten“ und es ist sooo hilfreich, wenn ich mich mit jemand anderem streite oder wütend/traurig/sauer auf jemanden bin.

 

 

9. Egal ob beruflich oder persönlich: Hast du eine Schreib-Übung, die du am liebsten anwendest?

„Morgenseiten“ von Julia Cameron. Dafür nimmt man sich morgens drei Seiten und schreibt sie komplett voll – danach schmeißt man sie weg. Das ist ein bisschen wie das Gehirn ausfegen!

 

 

 

10. Magst du noch etwas mit uns teilen?

Es gibt voll die schöne Übung: Nimm dafür 10 kleine Zettel und schreibe auf jeden Zettel ein Kompliment, z.B. „Du bist so schön!“ oder „Danke, dass es dich gibt und du dein Strahlen mit der Welt teilst.“ Und dann verstecke die Zettel irgendwo in deinen Sachen. Bis du sie wiederfindest, hast du bereits vergessen was es ist und es ist sooo schön sie wiederzufinden! (Du kannst sie natürlich auch bei anderen lieben Menschen in der Tasche oder Kleidung verstecken…<3)

 

 


 

Liebe Eva, vielen Dank für diesen herzallerliebsten Schreib-Impuls und für deine wertvollen Einblicke. Besonders schön finde ich die Worte, die du beim Journaling und in deinen Instagram-Posts immer wieder entdeckst: „Einfach vertrauen. Alles fügt sich.“  Vertrauen ist einer meiner liebsten Werte und vor allem beim Schreiben spüre ich es auch ganz deutlich.

 

 

Magst du mehr über Eva erfahren und mehr von ihrem fröhlichen Flow für dich mitnehmen? Dann schau auf ihre Website www.evahunger.com oder folge Eva bei Instagram.

 

 

 

Schreiben für Persönlichkeit & Selbstständigkeit: Interview mit Eva Hunger

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