Vor über einem Jahr habe ich zum ersten Mal meine Schreib-Mentorings angeboten. Was aus einer kleinen, flinken Idee heraus entstand, nimmt mittlerweile den meisten und liebsten Part bei hearts and habits ein.

 

Dieses kleine Jubiläum habe ich zum Anlass genommen, die Mentorings und somit die gemeinsame Zeit mit meinen Kundinnen, meinen Arbeitsalltag und die Ergebnisse zu reflektieren – und habe dabei wertvolle Erkenntnisse gewonnen!

 

Warum es sich lohnt, die eigenen Angebote regelmäßig zu reflektieren:

  • Du hältst den Alltag für einen Moment an und verbindest dich bewusst mit deiner Arbeit.
  • Du siehst den Wert deines Angebotes und wirst stolz auf dich sein.
  • Du erkennst das weitere Potential deiner Arbeit und kannst Änderungen vornehmen.
  • Du überarbeitest deinen Workflow und schenkst dir damit mehr Zeit.
  • Du kannst deine Preise anpassen.
  • Du richtest evtl. dein Angebot neu aus.
  • Du kommunizierst dein Angebot viel klarer.
  • Du lernst auch dich selbst besser kennen.
  • Du gibst deinen Kunden noch mehr Wert mit deiner Arbeit.

 

In diesem Blogartikel mag ich dir gerne zeigen, wie ich bei dieser Reflektion vorgegangen bin. Dabei geht es, anders als bei klassischen Geschäftsanalysen, weniger um Zahlen und Strategien, sondern vielmehr um Gedanken und Gefühle. Ich teile mit dir alle Schritte, die ich gegangen bin und gebe dir Einblicke hinter die Kulissen meines Mentoring-Angebots.

 

 

 

3 Schritte – Wie du als Selbstständige dein Angebot reflektieren kannst 

 

1. Schritt: Gedanken sammeln

1. Frei von Herzen aufschreiben

Vielleicht kennst du das ja auch: Während du deinem Angebot nachgehst, erkennst du kleine Problemchen, siehst Verbesserungspotential oder merkst dir bestimmte Dinge, die deine Kunden dir sagten. Doch du bist in diesen Momenten so in deinem Alltag drin, dass du vergisst, sie zu notieren. – Jetzt ist der Zeitpunkt dafür!

 

Im ersten Schritt schrieb ich also alles auf, was mir zu den Schreib-Mentorings auf dem Herzen lag. Es tat mir gut, meine Gedanken frei herauszulassen. Und dabei gewann ich bereits erste tolle Ideen.

 

Meine Erkenntnis: Viele meiner Kunden schätzen vor allem das Commitment, das während des Mentorings entsteht. Da wir uns wöchentlich treffen, haben sie immer eine Deadline und sie nehmen ihre eigenen Projekte endlich genau so wichtig wie Kundenaufträge. Sie wissen, dass jemand auf ihre Arbeit zählt – und ihnen im Ernstfall auch mal einen liebevollen Popstritt gibt. Einige teilen neben den Mentoring-Aufgaben sogar weitere To Dos mit mir, weil sie wissen, dass ich nachhaken werde und sie so wirklich ins Umsetzen kommen.

Nach dieser gemeinsamen Zeit rutschen allerdings manche ohne die wöchentlichen Treffen in alte Muster zurück. Das hat beispielsweise zur Folge, dass die Texte, die wir zusammen konzipiert und geschrieben haben, nicht in die Website eingebaut werden.

 

Daher wird es von nun an nach dem eigentlichen Mentoring eine Feedback Session geben. Den Termin für dieses Treffen vereinbaren wir in der letzten Mentoring Session. Bei diesem Check-in machen wir nach unserer intensiven Zeit gemeinsam eine Reflektion und Bestandsaufnahme. So bleibt das Commitment auch nach dem Mentoring erhalten.

 

 

2. Bewusstsein schaffen

Nachdem ich meine Gedanken frei von Herzen aufgeschrieben habe, suchte ich mir alle digitalen und analogen Unterlagen zusammen. Ich ging das Konzept, Termine und Zeiten durch, analysierte die einzelnen Themen, schaute die Zusammenfassungen an, las E-Mails und Feedbacks von Kunden und machte mir Notizen.

 

Dieser Part nahm bei mir besonders viel Zeit in Anspruch, war aber umso wertvoller, weil ich die Ergebnisse schwarz auf weiß sah.

 

Meine Erkenntnis: Während der ersten Mentorings bemerkte ich immer wieder, dass meine Kunden wegen ihrer Konzepte und Texte zu mir kamen und dabei auch immer etwas für sich persönlich mitnahmen. Wie groß dieser Anteil der persönlichen Weiterentwicklung tatsächlich war, wusste ich allerdings nicht. So schrieb mir unter anderem eine Kundin in einer E-Mail:

 

„Mehr und mehr erkenne ich deutlich diesen mega großen Mehrwert, den du mir mit deinem Coaching gibst. Du gibst mir nicht nur Hilfen meine persönliche Schreibstimme wiederzufinden, sondern den Weg in mein Inneres neu zu entdecken und zu fühlen. Und vor allem auch darauf zu vertrauen, ich selbst sein zu dürfen. Ist dir bewusst, welchen Mehrwert du mir als deinen Kunden damit gibst? Das sehe ich schon als psychologisches Coaching an.“

 

Diese Erkenntnis schenkte mir Stolz, Mut, Vertrauen und vor allem ganz viel Wärme für mein Herz. Es bestärkt mich darin, meinen Weg zu gehen, der mich u.a. zur Ausbildung als Schreibtherapeutin führt. Außerdem ermutigt es mich, die Schreib-Impulse im Mentoring mehr hervorzuheben. Im Angebot steht dazu nun:

 

„Einer meiner liebsten Bestandteile des Mentorings sind die Schreib-Impulse, die ich mit dir teile. Dabei geht es nicht um das Texten für deine Leser, sondern vielmehr um das Schreiben für deine Persönlichkeit. Du wirst dich mehr mit dir verbinden, Perspektiven wechseln, Zusammenhänge erkennen und neue Gedanken gewinnen. Diese Übungen sind… hach, einfach magisch!“

 

 

3. Wünsche notieren

Was wünschst du – du – dir für die Zusammenarbeit mit deinen Kunden? Magst du vielleicht mehr Zeit mit einzelnen Kunden verbringen und dafür weniger Aufträge annehmen? Willst du bestimmte Aufgaben abgeben und dir dafür Hilfe suchen oder sogar ein kleines Team aufbauen? Wo siehst du das Angebot in ein paar Monaten oder Jahren? Möchtest du das Angebot ausweiten oder langfristig ändern? – An dieser Stelle kannst du träumen… Es ist alles erlaubt!

 

Wenn du merkst, dass dieser Schritt schwerfällt, dann lies dir gerne diesen Blogartikel als Inspiration durch: Bring Verantwortung in deine Selbstständigkeit – dein perfekter Tag.

 

Meine Erkenntnis: Da ich mit Kunden aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammenarbeite, finden die Mentorings digital statt. Dabei spürte ich schon oft den Wunsch, auch physisch mit meinen Kunden verbunden zu sein. Ich wünsche mir, dass sie etwas bei sich haben, das sie während und auch nach unserer gemeinsamen Zeit an das Mentoring erinnert, sie ermutigt und ein Lächeln ins Gesicht zaubert. – Was ich mir dafür ausgedacht habe, mag ich dir an dieser Stelle nicht verraten, denn sonst ist ja der ganze Zauber weg, wenn du ein Mentoring bei mir buchst und dein Geschenk auspackst.

 

 

4. Traumkunde ausmalen

Als Selbstständige hast du die Freiheit und die Verantwortung, deine Arbeit zu gestalten. Das bedeutet auch, dass du entscheidest, mit wem du zusammenarbeiten möchtest und mit wem nicht!

Nimm dir also Zeit und verbinde dich gedanklich mit jedem Kunden, den du bisher begleitet hast. Mit welchen Kunden hattest du am meisten Freude? Bei welchen hast du dich vielleicht nervös oder sogar unwohl gefühlt? – Diese Antworten helfen dir, deine Angebote deutlicher auszurichten. Außerdem bekommst du so ein besseres Verständnis dafür, wo du deine Arbeit vorstellen und deine Angebote kommunizieren solltest, um deine liebsten Kunden zu erreichen.

 

Meine Erkenntnis: Zugegeben, dachte ich an dieser Stelle, dass ich nur ein paar wenige Stichpunkte aufs Papier bringen würde. Doch nach den ersten Gedanken sprudelten die Ideen und ich bekam ein klareres Bild von meiner liebsten Kundin. Mein Tipp ist daher: Schreib einfach drauf los.

Überrascht war ich auch, dass es dabei weniger um die typischen Fakten wie Alter, Geschlecht, Wohnort oder Lieblingsmarken ging. Ich schrieb viel über die Einstellung meiner liebsten Kundin zu ihrer Selbstständigkeit und Persönlichkeit. Dabei erkannte ich außerdem viele Parallelen zu mir selbst. – Super spannend! So blühen wir beide beispielsweise voll in unserer Arbeit auf, möchten anderen Menschen einen besonderen Wert geben und haben Freude daran, unser Business und uns als Person weiterzuentwickeln. Bei solchen Erfahrungen wie dem Mentoring sind wir mit Anspruch, Fleiß, Neugierde und mit vollem Herzen dabei.

 

 

5. Gefühle klar definieren

Deine Kunden kommen wegen deiner Dienstleistung oder deinem Produkt zu dir. Das können beispielsweise Fotos, Yogastunden, Texte, Coachingsessions oder Illustrationen sein. Doch was gibst du deinen Kunden während eurer gemeinsamen Zeit noch? Welche Gefühle schenkst du ihnen?

 

Sammle diese Gefühle und notiere dir dazu, warum sie sich so fühlen. Das wird dir helfen, deine Angebote noch klarer zu kommunizieren (mehr dazu hier) und zum anderen wird es dich selbst mit ganz viel Liebe füllen.

 

Meine Erkenntnis: Das ist meine Liste der Gefühle, die ich meinen Kunden während unseres Mentorings gebe:

  • Erleichterung
  • Sicherheit
  • Selbstbewusstsein/ Selbstwert
  • Stolz
  • Motivation
  • Selbstliebe und Dankbarkeit
  • Freude, Leichtigkeit
  • Stabilität, Mut, Vertrauen
  • Fülle/ Erfüllung

 

 

2. Schritt: Erkenntnisse auswerten

Nachdem ich alle Gedanken und Ideen gesammelt hatte, habe ich mir noch einmal alles durchgelesen. Dazu notierte ich mir:

  • offene Fragen
  • Vorhaben, die ich auf jeden Fall umsetzen möchte
  • Ideen, die ich gleich wieder verwerfe
  • Prioritäten
  • weitere Gedanken

 

Meine Erkenntnis: Vor der Reflektion hatte ich ein mulmiges Gefühl, weil ich befürchtete, ich könne vielleicht feststellen, dass ich im letzten Jahr nur Murks fabriziert hätte. Doch das Gegenteil war der Fall! Meine ersten Gedanken bei der Auswertung waren:

 

Ich bin gerade sooo sooo sooo stolz darauf, was ich mir in den letzten Monaten sowohl mit dem Mentoring als auch drumherum aufgebaut habe. Ich sehe die Anfänge, die Fehlerchen und vor allem die Klarheit, die Weiterentwicklung und das Potential!

 

An dieser Stelle mag ich dich daher einladen, stolz auf dich zu sein und dich zu feiern. Du hast aus dem Nichts etwas kreiert, dass dir Freude bereitet, deinen Kunden einen Mehrwert gibt und mit dem du dein Geld verdienst. – Das ist großartig!

 

 

3. Schritt: Ideen umsetzen

Der letzte Schritt ist der wichtigste Part der Reflektion: Komm ins Handeln! Es bringt dir nichts, wenn du alles auf dem Papier festhältst und dann einfach so weiter machst wie bisher. Nimm dir die Zeit bzw. lauf die Extrameile und setz deine Ideen in die Tat um. 

 

Geh dafür am besten noch einmal deine Auswertung durch und bring deine Vorhaben in eine sinnvolle Reihenfolge. Vielleicht hilft es dir, wenn du dir für die Erstellung deines „neuen“ Angebotes eine Deadline setzt?

 

Meine Erkenntnis: Auf meiner To do-Liste stehen bzw. standen folgende Punkte:

  • neues Konzept kreieren
  • Angebot überarbeiten
  • Mentoring-Seite auf der Website ergänzen
  • Goodies kaufen
  • Video zum Thema Website aufnehmen
  • weitere Vorlagen gestalten
  • Moodboard erstellen, einfach aus Spaß an der Freude
  • aktiv sein und das Mentoring-Angebot und meine Botschaft in die Welt bringen

 

 

Wünschst du dir auch mehr Klarheit für das Konzept und die Kommunikation deines Angebotes?

 

Im Mitgliederbereich von Liebe kreative Seele… teile ich monatlich Schreib-Impulse mit dir, die dich einladen, dich und dein Business zu reflektieren und zu visualisieren.

 

Wenn du persönlich unterstützt werden magst, dann lass uns liebend gerne kennenlernen und in einem Schreib-Mentoring zusammenarbeiten.

 

Angebote reflektieren – mein persönlicher Leitfaden

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