Mein Hund Paul ist mein wichtigster Arbeitskollege: Mit seiner Art sorgt er immer für gute Laune, mit seinen Liegeplätzen für warme Füße und mit seinem theatralischen Gegähne für Feierabend. Vielmehr als das, zeigt er mir, was es bedeutet, mit Liebe zu leben.

 

Als Selbstständige vergessen wir das in der Hektik des Alltages manchmal, stimmt’s? Deswegen bin ich umso glücklicher, Paul an meiner Seite zu haben. Was er mir über die Selbstständigkeit beigebracht hat, möchte ich hier gerne mit dir teilen.

 

 

 

9 Erkenntnisse, die mein Hund mir über die Selbstständigkeit beigebracht hat

Sei dankbar!

Paul zeigt mir jeden Tag, was es bedeutet, dankbar zu sein – für die kleinen und alltäglichen Dinge des Lebens.

 

Für ihn ist es das Größte, wenn ich ihm einen liebevollen Blick schenke und ihn streichle. Er freut sich, wenn ich wiederkomme, selbst wenn wir nur fünf Minuten getrennt waren.

Einer meiner Lieblingsmomente: Paul ist dankbar, wenn ich früh aufwache und wir gemeinsam einen neuen Tag, ein neues kleines Leben beginnen.

 

Paul ist dabei im gegenwärtigen Moment und lässt sich nicht von anderen Gesprächen, einem Handy oder der nächsten Aufgabe ablenken. Er ist einfach da.

 

Erkenntnis für die Selbstständigkeit: Sei präsent und nehme die kleinen Dinge wieder bewusster wahr. Das kann beispielsweise eine dankbare Rückmeldung eines Kunden, das Glücksgefühl beim Arbeiten oder das wertschätzende Kompliment einer Kollegin sein. Fällt dir noch mehr ein?

 

 

Sei du selbst!

Paul ist ein untypischer Australian Cattle Dog. Denn für diese Hunderasse ist es charakteristisch, dass sie temperamentvoll und fordernd sind. – Paul ist hingegen ein ruhiger Zeitgenosse, der gerne auf einer Decke liegt und das Geschehen beobachtet.

 

(Mein Vati meint, dass liegt daran, dass Paul bei mir aufgewachsen ist.)

 

Paul weiß nicht, wie er laut Rassebeschreibung sein müsste. Er ist einfach er und fühlt sich wohl dabei.

 

Erkenntnis für die Selbstständigkeit: Entwickle dich frei nach deiner Intuition, statt auf bestimmte Merkmale und Vorurteile zu achten. Was fühlt sich gut an?

 

 

Zeig dich so, wie du bist!

Dass Paul auf seine Weise einzigartig ist, wurde mir so richtig bewusst, als wir das erste Mal bei einem Cattle Dog-Treffen waren: Während die anderen Hunde wie Flummis umhersprangen, lag Paul neben uns, hat geschlafen oder sich das bunte Treiben angeschaut.

 

In diesem Moment habe ich so viel Liebe für diesen „andersartigen“ Kerl empfunden und wusste, dass ich den richtigen Hund an meiner Seite habe.

 

Paul gibt sich immer so, wie er ist. Er verstellt sich nicht, um anderen zu gefallen. Und so hat er eine ganz besondere Verbindung zu den Menschen, die ihn lieben.

 

Übrigens: So, wie Paul darauf vertraut, dass die richtigen Menschen zu ihm kommen, wendet er sich von denen ab, die es nicht ehrlich mit ihm meinen. Er spürt das ganz genau und denkt gar nicht daran, eine heile Welt mit ihnen aufbauen zu wollen. Er ignoriert diese Leute einfach.

 

Erkenntnis für die Selbstständigkeit: Verstell dich nicht, zeig ehrlich, wer du bist und du wirst die richtigen Menschen anziehen.

In dieser Blogserie zeige ich dir, wie du mehr Persönlichkeit in deine Text bringst.

 

 

 

Vergleiche dich nicht mit anderen.

Ein typisches Beispiel: Wenn man Paul und Emma, den Hund meiner Eltern, vergleichen würde, wenn sie sich freuen, könnte man meinen, Paul wäre gleichgültig gegenüber anderen. Denn Emma zeigt ihre Freude stark nach außen. Paul freut sich eher innerlich. Erst, wenn du ihn kennst, siehst du seine Fröhlichkeit und Begeisterung ganz genau. (Das ist übrigens eine von vielen Gemeinsamkeiten, die Paul und ich haben.)

 

Paul denkt gar nicht daran, sich mit Emma zu vergleichen und so sein zu wollen, wie sie, um anderen mehr zu gefallen. Er vertraut darauf, dass sich die Menschen, die ihn so mögen wie er ist, zu ihm hinwenden.

 

Erkenntnis für die Selbstständigkeit: Vertraue auf deine Persönlichkeit

 

 

Halte nicht an Niederlagen fest.

Unser großer Traum war es, dass Paul viele kleine hübsche und liebe Babys macht. Da wir nicht schwarz züchten wollten, haben wir für die Aufnahme in einen Zuchtverein eine Inventarisierung und einen Verhaltenstest mit Paul gemacht. Beides hat er mit „vorzüglich“ bestanden und wir wurden sogar schon von einigen Leuten angesprochen, die unseren Traum gerne teilen wollten.

 

Bei der Röntgenuntersuchung wurde dann jedoch festgestellt, dass Paul eine Hüftdysplasie hat (eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die vererbt werden kann). Wir haben die Untersuchung zwei Mal machen lassen und sind sogar hunderte Kilometer zu einem Spezialisten gefahren.

 

Nicht nur, dass unsere Vision mit vielen Paul-Nachkommen wie eine Seifenblase geplatzt ist. Vielmehr bedeutete diese Schreckensnachricht, dass Paul einmal Probleme beim Laufen bekommen würde und wir unseren Alltag umstellen müssen.

 

Es gab zwei Möglichkeiten: Paul dürfe nicht mehr springen, rennen, Treppen steigen etc. Dafür würde er vermutlich weniger Probleme bekommen. Oder Paul lebt sein Leben mit voller Freude wie bisher und wird wahrscheinlich eher Schmerzen bekommen.

 

Wofür wir uns entschieden haben? Natürlich für die Freude am Leben. Und Paul bestätigt uns diese Entscheidung Tag für Tag: Er tollt rum wie ein junges Reh (für seine faulen Verhältnisse), genießt jeden einzelnen Schritt und kennt dabei seine Grenzen. Dann rennt er dem Spieli nicht mehr hinterher, läuft auf Spaziergängen langsamer oder bleibt an der Treppe stehen und wir tragen ihn.

 

Wir haben alle gelernt, mit dieser Diagnose umzugehen, nicht an negativen Gedanken festzuhalten und stattdessen  das Leben zu genießen.

 

Erkenntnis für die Selbstständigkeit: Es wird immer wieder Ereignisse in deiner Selbstständigkeit geben, die anders verlaufen, als du es dir gewünscht hast. Wenn du sie nicht ändern kannst, akzeptiere sie. Halte nicht an negativen Gedanken fest, sondern mach das beste aus der Situation.

 

 

Sei ehrgeizig!

Paul darf mit bei uns im Bett schlafen. – Und das liebt er wahrlich!

 

So kam es, dass er auch darauf bestand, im Bett zu schlafen, als er nach einer OP einen großen Trichter um den Kopf trug. Und du musst wissen: Zu dieser Zeit hatten wir nur ein kleines Schlafsofa.

 

Erkenntnis für die Selbstständigkeit: Wenn dir etwas wirklich am Herzen liegt, dann sei ehrgeizig und kämpfe dafür!

 

 

 

Sei nicht aufdringlich!

Paul beherrscht das Betteln in Perfektion! Denn: Er bettelt, ohne direkt zu betteln. Statt mich aufdringlich anzustarren, zu sabbern, mich anzustupsen oder ähnliches, schaut er dezent weg.

 

So fühle ich mich nicht unter Druck gesetzt und gebe ihm am Ende gerne, was er möchte.

 

Pssst: Paul war beim Betteln noch nie unverschämt oder lästig. Dass er wegschaut, habe ich ihm allerdings beigebracht.

 

Erkenntnis für die Selbstständigkeit: Verkaufe, ohne direkt zu verkaufen. Das klappt vielleicht nicht gleich auf Anhieb, doch mit ein bisschen Übung wirst du es auch mit einem guten Gefühl beherrschen.

Wie du beim Schreiben am besten auf die Gefühle deiner (potentiellen) Kunden eingehst, habe ich dir hier zusammengefasst: So überzeugst du deine Kunden wirklich: Texte mit Herz und Hirn

 

 

Sei da!

Paul hat die wundervolle Gabe, mir das Gefühl zu geben, nicht alleine zu sein.

 

Wenn ich beispielsweise arbeite und er im Garten ist, ist er in der Nähe eines Fensters, durch das ich ihn sehen kann. Wenn ich mit meinen Gedanken umherschweife und ihn sehe, fühle ich mich sofort geborgen und geliebt.

 

Genauso ist es auch, wenn ich traurig oder wütend bin. Ich muss dieses Gefühl noch nicht mal mit Weinen oder Ärger in der Stimme nach außen deutlich machen, da ist Paul schon bei mir und schmiegt sich an mich: „Hey, du bist nicht alleine. Ich bin da.“

 

Erkenntnis für die Selbstständigkeit: Deine Kunden kaufen bei dir nicht nur ein Produkt oder eine Leistung. Sie kaufen Gefühle. Sei für sie da und schenke ihnen liebevoll Aufmerksamkeit.

 

 

Liebe… und du wirst geliebt.

Paul liebt seine Herzmenschen bedingungslos. Er schenkt uns seine Aufmerksamkeit, sein Vertrauen, seine Zeit, seine Liebe – ohne, dass er etwas dafür fordert. Es geht ihm nicht um Geld, Anerkennung oder andere äußere Einflüsse. Seine Motivation ist die Liebe zu uns.

 

Erkenntnis für die Selbstständigkeit: Werde dir über deine innere Überzeugung für dein Tun bewusst. So gibst du mit Freude. Deine Vision ist die beste Motivation.

Mehr dazu kannst du hier nachlesen: Warum, Wie, Was: So kommunizierst du deine Botschaft richtig

 

 

Welche Erkenntnis konntest du dir besonders für deine Selbstständigkeit mitnehmen? Hast du auch ein Tier, das dir im Alltag zeigt, worauf es wirklich ankommt? Teile gerne deine Gedanken dazu in den Kommentaren. Ich freue mich auf unseren Austausch.

 

Und, bist du jetzt auch verliebt in Paul?

 

 


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Was ich von meinem Hund über die Selbstständigkeit gelernt habe

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