„Worüber soll ich bloß schreiben?“ – Sitzt du manchmal vor deinem nächsten Blogartikel, Newsletter oder Social Media-Post und dir fällt einfach nichts ein, was du deinen Followern erzählen könntest?

 

Als Selbstständige teilen wir regelmäßig Content. Das ist wichtig, denn so können wir andere Menschen – Follower und (potentielle) Kunden – auf uns und unsere Arbeit aufmerksam machen.

 

Natürlich sollten die Inhalte entsprechend interessant, hochwertig und inspirierend sein. Doch fehlen dir an manchen Tagen die Ideen, Worte und Bilder?

 

In diesem Blogartikel möchte ich dir 5 Themen vorstellen, die dir dabei helfen, deinen Redaktionsplan zu füllen und neue Texte zu schreiben.

 

 

5 Themen-Ideen für deinen Blog, Newsletter und Social Media

 

1. Mehrwert: Gib hilfreichen Content aus deiner Branche – und darüber hinaus

Deine Contentstrategie sollte sich in erster Linie nach deinen Angeboten richten, ganz klar. Was interessiert deine Leser bzw. deine potentiellen Kunden und Partner? Wobei hilfst du ihnen? Was können sie von dir lernen? Was ist relevant für sie? Wie läuft die Zusammenarbeit mit dir ab?

 

Denke außerdem über den Tellerrand hinaus: Was beschäftigt dich und deine Leser noch? Bzw. welches Thema verbindet euch?

Als Familienfotografin könntest du über deine Fotografie und über Aktivitäten mit Kindern oder Kindererziehung schreiben.

Bist du Yogalehrerin, die sich für Persönlichkeitsentwicklung begeistert und solche Kundinnen anziehen möchte? Dann beziehe dieses Thema in deinen Blog, Newsletter und Social Media mit ein.

 

Mir liegt neben dem (Werbe-) Texten auch das freie, gefühlvolle Arbeiten und die Kraft der Sprache am Herzen. Deswegen gibt es auf meinem Blog die Kategorien Kommunikation, Selbstständigkeit und Persönlichkeit.

 

Beispiele (themen- bzw. branchenspezifisch):

5 praktische Tipps, wie du mehr Sicherheit beim Schreiben gewinnst
Texte für deine Website schreiben – der wichtigste Schritt
Textkorrektur: 5 Tipps, mit denen du deine Texte besser gegenliest

Beispiele (erweiterte Themen):

Das wichtigste Gespräch in der Selbstständigkeit: dein innerer Dialog
Wie du mehr Selbstbewusstsein für deine Arbeit bekommst – 3 einfache Schritte
Negative Situationen ins positive umwandeln – meine „5 gute Gründe“-Methode

 

 

2. Behind the Scenes: Zeige Einblicke hinter die Kulissen

Wir Menschen lieben Geschichten und sind von Natur aus neugierig.

 

Nutze diese Tatsache für dich, indem du deinen Lesern einen Blick hinter die Kulissen gewährst: Stelle deine Arbeit, Kundenprozesse oder andere Facetten deiner Selbständigkeit und deines (Arbeits-) Alltags vor. Teile deine Erfahrungen, berichte von Fehlern und leite Erkenntnisse ab.

 

Der Unterschied zu normalen Tipps ist hier, dass du von deinen Herausforderungen und Glücksmomenten schreibst. Was klappt, was klappt nicht? Welche Details sollten andere beachten, die die Theorie (siehe Tipp 1) nicht lehrt?

 

Wenn du darüber auf deinem Blog, im Newsletter oder auf Social Media berichtest, zeigst du Persönlichkeit, stellst deine Einzigartigkeit heraus und baust Vertrauen auf.

 

Beispiele:

Was ich gerne vor der Veröffentlichung meines eBooks gewusst hätte
So nutze ich Asana für meine Selbstständigkeit
Was ich von meinem Hund über die Selbstständigkeit gelernt habe

 

 

3. Herz: Schreibe über persönliche Themen, die dich selber berühren

Was liegt dir gerade am Herzen? Schreibe darüber! Kreative Dienstleister sind häufig keine Produktmarken, sondern Personenmarken. Zeige also auch etwas von deiner Persönlichkeit und bring Herzensthemen ein. So positionierst du dich und baust eine Verbindung zu den richtigen Menschen auf.

Nimm Stellung zu einem aktuellen Thema. Erzähl von deiner Geschichte. Teile Situationen aus deinem Alltag, die dich berührt haben.

Ebenso kannst du deine Mission und Vision in die Welt bringen: Warum machst du, was du tust? Was motiviert dich immer wieder aufs Neue? Was inspiriert dich tagtäglich? Was möchtest du mit deiner Arbeit erreichen?

Oft gehen die Zeilen, die von Herzen kommen, auch direkt in die Herzen anderer. Mit deinen Worten kannst du den Tag, die Woche, den Monat, das Jahr oder sogar das ganze Leben deines Lesers verändern, verschönern. Also bring deine Botschaft – dein Herz – in die Welt!

 

Beispiel 1: In einem Facebook- und Instagram-Post habe ich über meine Sensibilität geschrieben und mich gleichzeitig dafür positioniert, dass ich lieber mit leisen Menschen zusammenarbeite.

“Ich mag Deine leise und sensible Art! Ein schöner Kontrast in der brüllend lauten Online-Welt!” – Oh, wie mein Herz vor Freude umher getänzelt ist, als ich diese Zeilen las. Denn ja: Das bin ich und Sensibilität ist ein Geschenk – auch in der Selbstständigkeit! ✨💛⠀ ⠀ Wer mich kennt, weiß, dass ich leise bin, viel nachdenke und mir immer alles zu Herzen nehme. – Ich bin sensibel. Mit dieser Eigenschaft hatte ich lange zu hadern. Denn oft wurde mir gesagt, ich solle lauter sein und mehr aus mir rausgehen. So sehr ich es auch versucht habe: Diese Person war einfach nicht ich.⠀ ⠀ Wenn Auftraggeber zu mir sagen, dass sie nicht möchten, dass ihre Werbung aufdringlich ist, weiß ich genau, was sie meinen. Und genauso gebe ich Aufträge ab, bei denen ich das Gefühl habe, dass ich die laute und grobe Art des Kunden nicht in den Texten umsetzen kann. ⠀ ⠀ Denn nach vielen Tränen und Selbstzweifeln und noch mehr Lächeln und Erkenntnissen, sehe ich meine Sensibilität mittlerweile als einen wundervollen Wert an – privat und auch beruflich. Seit ich mich selber so akzeptiert habe, wie ich bin und mich auch so zeige, fühle ich mich freier und treffe auf Menschen, die genau das an mir schätzen. ⠀ ⠀ Welche deiner Eigenschaften siehst du noch als Schwäche an, obwohl du innerlich weißt, dass sie deine heimliche Superkraft ist? ❤️⠀ ⠀ ⠀ #proudtobesensibelchen #Sensibilität #introvertiert #leiseMenschen #Selbstvertrauen #heartsandhabits

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Beispiel 2: Mein persönliches Herzensprojekt ist mein Newsletter „Liebe kreative Seele…“! Hier erzähle ich jede Woche von meinen Erlebnissen, Erfahrungen und Emotionen als selbstständige Texterin.

Anfangs hatte ich mir einen prima Redaktionsplan erstellt – und nie eingehalten. Ich schreibe über die Themen, die mir in der jeweiligen Woche auf dem Herzen liegen. So ist der Newsletter zu einem Coaching-Tool für mich geworden (Schreiben ist so heilsam!) und gleichzeitig Inspiration, Kreativität, Liebe und vor allem Mut für andere.

Auf meinem Blog teile ich manchmal einige dieser digitalen Briefe, zum Beispiel:

Wie viel ist gut genug? – Meine Gedanken über Follower-Zahlen
Bring Verantwortung in deine Selbstständigkeit: dein perfekter Tag
Meine wertvollste Erkenntnis 2017

 

 

4. Empfehlungen: Teile nützliche und hilfreiche Tipps & Tools

Gibt es etwas, das dich im Leben oder im Alltag enorm weitergebracht hat? Empfehle diese hilfreichen Tipps und Tools deinen Lesern weiter.

 

Inspiration für Empfehlungen:

  • Bücher
  • Apps
  • Plattformen oder Programme
  • Geräte und Equipment
  • Analoge oder digitale Kalender
  • Onlinekurse
  • Rezepte
  • Marken
  • Andere Dienstleister

 

So bietest du deinen Lesern hilfreichen Mehrwert und zeigst gleichzeitig auch wieder etwas von deiner Persönlichkeit.

 

Beispiele:
So nutze ich Asana für meine Selbstständigkeit
4 Buchempfehlungen für deine glückliche Selbstständigkeit

 

 

5. Serie: Kreiere eine Reihe zu einem bestimmten Inhalt

Gibt es ein bestimmtes Thema aus deiner Branche oder deinem Alltag, über das du gerne und viel erzählst? Dann teile es in sinnvolle Unterthemen und gestalte daraus eine Serie.

Als Fotograf, der andere kreative Selbstständige als Zielgruppe hat, könntest du beispielsweise eine Serie über die Nutzung von Lightroom oder Photoshop machen.

Wenn du Designer bist und anderen beibringst, wie sie ihr Branding selbst kreieren können, kannst du eine Serie über die ersten Schritte zusammenstellen.

Magst du gleich eine Serie erstellen? Dann können dir alte Blogposts als inhaltliche Grundlage dienen, die du als E-Mail-Serie für deinen Newsletter umgestaltest.

Eine Serie hat großes Potential! Zum einen zeigst du, dass du dich auf diesem bestimmten Gebiet gut auskennst. Und zum anderen baust du Spannung und Erwartung auf. Denn deine Follower freuen sich auf den nächsten Teil und schauen gerne in deinen Newsletter bzw. auf deine Social Media-Kanäle und auf den Blog.

 

Beispiele: 4-teilige Blog-Serie „Deine Schreibstimme“

Deine Schreibstimme #1: Wie du Texte mit Persönlichkeit schreibst
Deine Schreibstimme #2: Wie du Schreibblockaden überwinden kannst
Deine Schreibstimme #3: Wie du Persönlichkeit in deine Texte bringst
Deine Schreibstimme #4: Wo du deine Schreibstimme am besten einsetzt

 

 

Zusatz: Frag deine Leser!

Fällt dir absolut nichts ein, worüber du schreiben könntest? Dann frag deine Leser ganz direkt, was sie interessiert, womit sie gerade hadern oder was sie sich wünschen.

 

Mithilfe der Antworten kommst du schnell auf neue Themen und lernst deine Follower auch noch näher kennen.

 

Beispiel:

 

 

Warum du regelmäßig relevanten Content veröffentlichen solltest

 

Wozu die ganze Liebesmüh? Viele Selbstständige veröffentlichen unregelmäßig Blogartikel, verschicken nur aller paar Wochen einen Newsletter und posten eher sporadisch bei Instagram und Facebook. Ihr Argument: Wenn ich nichts zu sagen habe, bin ich lieber still.

 

Jain. Natürlich sollten die Inhalte, die du veröffentlichst, einen bestimmten Unterhaltungs- oder Mehrwert für deine Leser haben. Sowohl deine als auch ihre Zeit ist wertvoll und sollte nicht mit öden Texten vergeudet werden.

 

Doch wenn du Regelmäßigkeit in deine Marketingstrategie bringst, dann hat das gleich mehrere Vorteile, die zusammenspielen:

  • Du zeigst deine Persönlichkeit.
  • Du baust eine Verbindung zu deinen Lesern, Interessenten, Kunden und Partnern auf.
  • Du erhöhst deine Reichweite und bekommst mehr Website-Besucher.
  • Du steigerst die Loyalität deiner Leser und wirst von ihnen weiterempfohlen.
  • Du positionierst dich als Experte in deiner Branche.
  • Du erhältst mehr Anfragen von Leuten, die deine Arbeit mögen, lieben.
  • Du kreierst dir deinen Arbeitsalltag und dein Leben nach deinen Vorstellungen.

 

I’ve interviewed nearly 100 individuals about what it takes to be known, and every person has mentioned the same word. Rather than the intensity of passion, what comes up again and again is achieving consistency over time. In fact, nearly every person has said that consistency is the most important element in the journey to be known. – Mark W. Schaeffer (Marketing Berater und Stratgie Spezialist)

 

Die Kreativität, Liebe und Zeit, die du in deine Texte steckst, wird sich auszahlen. Vertraue darauf!

 

Und was die beste Motivation ist, um immer wieder neuen Content zu produzieren? Speichere dir Erfolgserlebnisse ab. Das können Kundenaufträge, Empfehlungen, Kommentare und Nachrichten oder auch dein eigenes herrliches Gefühl sein, wenn du den „Veröffentlichen“-Button drückst.

Eine liebe Followerin und eBook-Käuferin, Mareike, schrieb mir letztens: „Danke für deine tollen Stories, Deinen Newsletter, Deinen Insta-Feed und danke, dass es dich gibt!!! Obwohl wir uns nicht kennen (persönlich jedenfalls nicht), habe ich das Gefühl, dass ich Dich kenne. Wenn du mal in Hamburg bist, dann würde ich so gerne mal einen Kaffee mit Dir trinken.“

 

Sind dir während des Lesens gleich ein paar Ideen für Themen gekommen? Teile sie liebend gerne in den Kommentaren!

 

 


Du findest nicht die richtigen Worte für deine Marke? Ich helfe dir gerne dabei!

Als freiberufliche Texterin unterstütze ich Selbstständige und Freelancer bei ihrer schriftlichen Kommunikation: Gemeinsam erstellen wir Konzepte und verfassen Texte für deine online und offline Werbemittel wie Website, Blog, Newsletter, eBook, Flyer und Broschüren.

Möchtest du deine Texte abgeben und schreiben lassen? Oder möchtest du deine Texte selber schreiben und dabei begleitet werden?

 


 

Marketing für kreative Selbstständige: Worüber kannst du schreiben?

7 Gedanken zu „Marketing für kreative Selbstständige: Worüber kannst du schreiben?

  • 17. Januar 2018 um 12:21
    Permalink

    Liebe Vanessa,

    vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Er kam für mich genau zum richtigen Zeitpunkt, denn erst vor einer halben Stunde habe ich mich bei meinen Katzen beschwert, dass ich noch nicht weiß, welchen Blogpost ich für diese Woche schreiben soll (die Katzen konnten mir dabei auch nicht helfen).

    Hier waren echt super Ideen dabei und tatsächlich hat es mir bei der Themenfindung geholfen! Danke!

    Ganz liebe Grüße
    Leonie

    Antworten
    • 17. Januar 2018 um 15:12
      Permalink

      Hallo Leonie,

      herzlichen Dank für deine lieben Worte! So toll, dass meine Zeilen dir bei der Themenfindung weitergeholfen haben. Das freut mich sehr.

      Mhh… wenn du deine Katzen um Rat fragst, meinen sie doch sicher, dass du mit ihnen spielen oder kuscheln sollst, oder? Paul, mein Hund, macht das immer und als kreative Muse hat er natürlich recht: Kaum bin ich aus der „Ich habe keine Ideen“-Situation raus, schwups, kommen sie herbeigeflogen.
      Kennst du schon meinen Blogartikel „Was mein Hund mir über die Selbstständigkeit beigebracht hat“?

      Liebe Grüße und viel Freude beim Schreiben
      Vanessa

      Antworten
  • 18. Januar 2018 um 22:56
    Permalink

    Hallo Vanessa, danke für den tollen Artikel. Ich zögere und zögere den Start meines Blogs hinaus. Und das liegt einmal daran, dass es doch auch sehr persönlich ist – Inhalte für einen Kunden sind eben etwas ganz anderes. Zum zweiten stelle ich mir immer die Frage: Was hab ich eigentlich zu sagen? Was kann ich meinen Lesern beibringen? Also dieses, dann bin ich lieber still, was du auch am Ende erwähnst. Mir persönlich fehlt ein bisschen die Brille dafür, was meine Sicht auf die Welt mitteilenswert macht. In Gesprächen zum Beispiel habe ich die direkte Resonanz und merke, wenn mein Gegenüber sich für etwas interessiert, was ich erzähle. Und dann hole ich eben aus. Das allerdings für meine Zielgruppe einzuschätzen finde ich total schwierig. Wie ist das bei dir?

    Liebe Grüße, Elise

    Antworten
    • 20. Januar 2018 um 8:51
      Permalink

      Hallo, liebe Elise!

      Herzlichen Dank für deinen wundervollen Kommentar. Aus eigener Erfahrung und der meiner Kunden kann ich dir wärmstens sagen: Mit solchen Gedanken bist du nicht alleine.

      Erinnere dich mal an die erwähnten Gespräche zurück, bei denen du die Resonanz deines Gegenübers erfahren und weiter ausgeholt hast: Was genau hat deine Kunden interessiert? Welche Fragen haben sie dir gestellt? Und worüber hast du selbst gerne gesprochen?
      Du hast eine wertvolle Botschaft und eine einzigartige Persönlichkeit – geh raus damit! <3

      Wenn du magst, können wir liebend gerne gemeinsam das Konzept deines Blogs kreieren.

      Alles Liebe
      Vanessa

      Antworten
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