Sitzt du manchmal vor deiner Website, deinem Blog, deinem Newsletter oder vor deinen Social Media-Accounts und wünschst dir irgendetwas, um deine Texte noch besser zu machen? Noch verständlicher?  Noch inspirierender? Noch überzeugender? – Noch erfolgreicher?

 

Als Texterin kenne ich einige klassische Kniffe, wie du deine Zeilen in der Onlinewelt optimieren kannst. Und sechs davon möchte ich heute mit dir teilen!

Wie lesen Internetbesucher deine Texte eigentlich?

Bevor wir mit den Tipps starten, möchte ich gerne eine Frage mit dir klären: Wie lesen deine Internetbesucher eigentlich?

Denn wusstest du schon, dass wir Texte im Internet ganz anders lesen als im Print-Bereich?

 

Online hast du viel weniger Zeit, User deine Inhalte nahezubringen, sie zum Weiterlesen zu animieren und von deinen Angeboten zu überzeugen.

 

Das liegt unter anderem daran, dass wir im World Wide Web mit Informationen überhäuft werden und dass wir am Bildschirm ca. 25% langsamer lesen als das bei Offline-Texten der Fall ist. Erstaunlich, oder?

 

Online lesen wir nicht Zeile für Zeile horizontal, sondern eher vertikal von oben nach unten. Wir rauschen förmlich durch den Text. Oder: Wir scannen ihn!

Beim Scannen sucht sich der Leser nur die Infos raus, die wirklich relevant für ihn sind. Das bedeutet, dein Leser nimmt deine Inhalte im ersten Moment nur bruchstückhaft wahr bis ihm ein Schlüsselbegriff oder eine Aussage auffällt, die sein Interesse weckt.

 

Dein Internetbesucher entscheidet durchschnittlich in 10 Sekunden, ob ihm die Inhalte interessieren und er weiterhin auf deiner Website bleibt. Nicht wirklich viel, oder?

 

Doch: Wenn du deine Texte geschickt schreibst und gestaltest, kannst du die Aufmerksamkeit deines Lesers gewinnen. Wie du das machen kannst, möchte ich dir gerne anhand von sechs Texter-Regeln zeigen.

 

6 einfache Schreibtipps, die jeder Online Freelancer kennen sollte

1. Lesbarkeit: Schreibe grafisch!

Egal, ob du online oder offline schreibst: Deine Interessenten und Kunden sollten deine Texte immer gut lesen können. Das bedeutet für dich wiederrum, dass du sie lesbar gestalten solltest. Ich nenne das gerne „grafisches Schreiben“, da es hierbei besonders um die Optik geht.

 

Was du auf jeden Fall nie machen solltest: Lange Textblöcke ohne Struktur und roten Faden verfassen!

 

  • Teile deine Texte in sinnvolle Absätze ein, die einer logischen Gliederung nachgehen. So kann das Auge die Infos leichter aufnehmen.

 

  • Die Absätze kannst du beispielsweise mit Zwischenüberschriften thematisch voneinander trennen. Dieses wertvolle Textelement lenkt vor allem die Aufmerksamkeit der Internetbesucher beim Scannen wieder auf den Text.

 

  • Formatiere wichtige Worte oder Textpassagen: fett, kursiv, unterstrichen. So kannst du das Auge deines Lesers geschickt auf bestimmte Keywords ziehen und die Infos können schneller erfasst werden. Achte allerdings darauf, dass du nicht zu viel formatierst, da ansonsten die Wirkung verloren geht und der Text nicht mehr gut lesbar ist.

 

  • Benutze Stichpunkte und Aufzählungen, um lange Fließtexte aufzulockern.

 

  • Setze gezielt Verlinkungen, um die Aufmerksamkeit zu gewinnen und eine Möglichkeit für weiterführende Infos zu ermöglichen.

 

  • Schreibe außerdem aussagekräftige Überschriften, damit die Leser sofort wissen, ob der Text für sie relevant ist und sie auf deine Website klicken sollten.

 

Wie siehst du das: Ich persönlich mag es nicht, von reißerischen Überschriften gelockt zu werden, um dann enttäuscht und auch ein bisschen wütend feststellen zu müssen, dass der Inhalt gar nicht hält, was die Überschrift verspricht. Der Autor bleibt mir dann nicht wirklich in guter Erinnerung.

 

 

2. Dialog: Sprich mit deinen Lesern!

Siehe deine Texte als Dialog zwischen dir und deinen Lesern an.

Das bedeutet: Gib dich als Person zu erkennen und sprich deine Leser direkt an. „Ich“ und „du“.

 

Schreibe auf keinen Fall in der dritten Person von dir! Ganz besonders solltest du dir diesen Tipp für deine Über mich-Seite merken. Und sprich nicht von „wir“, wenn nur du hinter deiner Marke stehst. Du bist du!

Ebenso gilt das für deine Kunden: Du sprichst in deinen Texten eine wahrhaftige Person an. Erzähle also nicht von „deinen Kunden“, sondern schreibe „du“/ „dir“/ „dich“. Beziehe den Leser direkt ein, indem du beispielsweise Fragen stellst. Das wirkt viel näher und greifbarer, oder? (Siehst du, so meine ich das.)

 

Versetze dich beim Schreiben schon in den Moment, wenn der Leser deinen Text vor dir hat und rede mit ihm.

 

Hierfür solltest du im ersten Schritt natürlich wissen, an wen du dich auf deiner Website, deinem Blog, in deinem Newsletter und anderen Online-Texten richtest.

 

 

3. Struktur: Kürze deine Sätze!

Zugegeben, ich liebe verschachtelte Sätze, die über mehrere Zeilen gehen – beim Schreiben, nicht jedoch beim Lesen!

 

Das Ziel deiner Sätze ist, dass sie einfach zu lesen und leicht zu verstehen sind.

 

Das erreichst du beispielsweise, indem du jeweils nur einen Gedanken in einem Satz unterbringst. Überflüssige Nebeninformationen kannst du weglassen oder in den nächsten Satz einbauen. Das bedeutet natürlich nicht, dass deine Sätze total abgehackt sein sollten. Du kannst nach wie vor vernünftige Satzgefüge aus Haupt- und Nebensätzen bilden.

 

Fragen, die dir beim Überarbeiten deiner Sätze helfen:

  • Gibt es unnötige Füllwörter?
  • Lässt sich die Aussage in zwei Sätzen formulieren?
  • Habe ich zu viele Fakten in einen Satz gepackt?
  • Kann dein Leser nach jedem Satz einen „Hab ich verstanden“-Haken setzen?

 

Eine klassische Text-Regel ist K.I.S.S.: Keep it short and simple. Unter Textern ist sie auch mit einem Augenzwinkern als keep it short and stupid bekannt.

 

Halte deine Texte kurz, inhaltlich informativ und kommuniziere auf eine einfache Weise.

 

 

4. Dynamik: Verwende Verben und Adjektive!

Ein wertvoller Tipp, um deine Texte lebendiger, aktiver, dynamischer und fließender zu gestalten: Vermeide es, Substantive aneinanderzureihen. Benutze dafür Verben und Adjektive.

 

Der einleitende Satz dieses Abschnitts dient gleich als gutes Beispiel. Denn ich hätte auch schreiben können: „Ein wertvoller Tipp, um mehr Lebendigkeit, Aktivität, Dynamik und Fluss in deine Texte zu bringen.“ Merkst du den Unterschied?

 

Verben wirken viel aktiver und animieren den Leser zum „Mitkommen“.

Adjektive beschreiben, verführen, laden ein und überzeugen. Sie machen deine Aussagen – und somit auch deine Angebote – viel greifbarer. Mithilfe von Adjektiven kannst du ein geistiges Bild erschaffen und emotionale Nähe aufbauen.

 

Achte darauf, dass du deine Verben und Adjektive so wählst, dass sie zu dir passen und sie wirklich das ausdrücken, was du meinst.

 

 

5. Verbindung: Sei einzigartig!

Mit deiner Persönlichkeit gibst du deinen Texten eine einzigartige Note. Schriftlich kannst du das beispielsweise über deine Wortwahl und typische Redewendungen, deine Tonalität (= Stimmung/ Atmosphäre des Textes), durch deine Verwendung von Rechtschreibung und Grammatik, deine Werte, Erfahrungen und durch deine Inhalte ausdrücken.

 

Wenn du deine Persönlichkeit in deine Texte einbringst, hat das gleich mehrere Vorteile:

  • Du fühlst dich beim Schreiben wohler, weil du dich nicht verstellst.
  • Du schreibst somit schneller, effektiver und besser.
  • Du unterscheidest dich von anderen aus deiner Branche.
  • Du hebst deine Angebote aus der breiten Masse heraus.
  • Du bleibst im Gedächtnis der Leute.
  • Du ziehst die Menschen an, die dich auch als Person mögen.
  • Du arbeitest nur noch mit Kunden zusammen, die dich schätzen und die du magst.

Besonders für kreative Dienstleister wie Fotografen, Designer, Yogalehrer, Berater und Coaches ist die Persönlichkeit wichtig.

 

Wie du deine Einzigartigkeit in deine Texte einbringen kannst, habe ich dir in meinem eBook „Texte mit Persönlichkeit – Wie du deine authentische Schreibstimme und die richtigen Worte findest“ zusammengefasst. In diesem eBook erhältst du über 70 Seiten wertvollen Input, eine erprobte Strategie, detaillierte Anleitungen und inspirierende Übungen. Eine Schreibflow-Meditation von Eva Hunger und persönliches Feedback von mir gibt es auch noch obendrauf!

 

6. Emotionen: Schreibe Geschichten!

Wenn dein Besucher emotional involviert ist, merkt er sich Informationen viel leichter und länger und trifft schneller Entscheidungen – beispielsweise deine Produkte zu kaufen bzw. deine Leistungen zu buchen.

Mehr dazu erfährst du auch hier: So überzeugst du deine Kunden wirklich: Texte mit Herz und Hirn

 

Schreibe deine Texte so bildhaft, detailliert und gefühlvoll wie möglich. Sei dabei gleichzeitig klar, einfach und verständlich.

So gibst du den Lesern die Möglichkeit, durch deine Zeilen mit in diese Situation zu kommen. Benutze beispielsweise deine eigenen Erlebnisse, Erfahrungen und Emotionen. (So bringst du auch geschickt Tipp 5 mit ein.)

 

Mit deinen Geschichten kannst du einen Film in den Köpfen deiner Leser abspielen.

 

Mit diesen klassischen Texter-Tipps kannst du deine Schreibe auf das nächste Level heben. Es wird einige Zeit bzw. einige Texte brauchen, bis du sie verinnerlicht hast. Irgendwann macht es Klick und du wirst sie ganz automatisch in deinem Schreibflow einbinden.

Als motivierende Erinnerung habe ich dir eine kleine Grafik erstellt. Speichere sie dir gerne ab oder pinne sie auf dein Lieblings-Board bei Pinterest.

 

 

 

 


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Als freiberufliche Texterin unterstütze ich Selbstständige und Freelancer bei ihrer schriftlichen Kommunikation: Gemeinsam erstellen wir Konzepte und verfassen Texte für deine online und offline Werbemittel wie Website, Blog, Newsletter, eBook, Flyer und Broschüren.

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