„Ich kann nicht schreiben.“ – Wenn mir andere diesen Satz sagen, öffnet sich mein Herz. Ich nehme sie (virtuell) in den Arm, begleite sie dabei, diesen Glaubenssatz aufzulösen und teile mit ihnen dieses wunderschöne Gefühl, wenn sie mit Freude schreiben. In den Texten bringen sie ihre Visionen und wertvollen Angebote in die Welt und können andere Menschen damit bereichern.

 

Ich liebe es auch, meine Botschaft mit anderen zu teilen – schriftlich. Denn wenn es darum geht, meine Worte verbal zu kommunizieren, dann stellt sich mir eine hartnäckige Angst in den Weg:

 

Ich kann nicht reden!

 

Dieses Mantra, das ganz ähnlich ist wie das meiner Kunden, spukt mir schon lange in meinem Kopf umher. Ich verurteile mich dafür und bremse mich aus.

 

Und ich kann dir sagen: Es gibt wirklich viele Situationen, in denen wir als Selbstständige sprechen müssen.

  • Kennlerngespräche mit Interessenten
  • Meetings mit Kunden
  • 1:1 Coachings (Mentorings und Brainstorming Sessions)
  • Netzwerken mit Kollegen und Partnern
  • Social Media wie InstaStory oder Facebook Live
  • Interviews

 

Ich habe ein Buchkapitel geschrieben, das „Ich kann nicht schreiben!“ heißt und denke mir selber immer wieder „Ich kann nicht reden!“ – Wie paradox ist das?!

 

Als ich das festgestellt habe, musste ich von Herzen lachen!

Denn das Gute ist: Wir können diese blockierenden Glaubenssätze auflösen! Dafür ist es wichtig, dass du dich selber besser kennenlernst, deine gemütliche Komfortzone verlässt, Veränderungen einleitest, dir neue Gedanken kreierst und bessere Gewohnheiten aneignest.

 

Mittlerweile spreche ich liebend gerne mit meinen Kunden, habe Podcastinterviews gegeben und war sogar bei zwei Live Webinaren dabei. Welche Tipps mir dabei geholfen haben, möchte ich in diesem Blogartikel mit dir teilen. Sie stammen aus dem erwähnten Buchkapitel und lassen sich auch prima für das Schreiben anwenden.

 

 

4 Tipps gegen die Angst vor dem Sprechen (und Schreiben)

 

1. Erkunden

Wenn wir unsere Ängste spüren, versuchen wir sie schnell von uns zu stoßen. Wir ignorieren sie – und werden dann doch immer wieder von ihnen heimgesucht. Stimmt’s?

 

Frag dich doch mal: Was fühle ich da eigentlich? Und woher kommt meine Angst?

 

Meine Erfahrungen:

Als introvertiertes Sensibelchen rede ich sehr wenig. Ich plappere nie einfach so drauflos. Bevor ich etwas sage, sammle und strukturiere ich meine Gedanken, wäge sie ab und suche mir dann die besten aus. Sicher kannst du es dir schon denken: Wenn ich mit meinem Gedankenwirrwarr endlich fertig bin, ist das Gesprächsthema längst schon wieder vorbei.

Und wenn ich doch dazu komme, etwas zu sagen, bin ich total nervös und habe hohe Erwartungen an mich selbst. So blockiere ich mich und stehe gefühlt oft vor einem Blackout (und Nervenzusammenbruch).

 

Hinzu kommt, dass ich ungewollt eine Künstlerin der Wortneuschöpfungen und Versprecher bin! Denn vor lauter Aufregung verhasple ich mich schnell. Und das, obwohl ich doch tagtäglich mit Worten zutun habe. Das ist mir total peinlich.

 

Da ich nicht so viel rede wie andere, denken einige Leute, ich wäre arrogant. Ich musste schon öfter hören „Du bist ja doch ganz nett.“ und das tut verdammt weh.

 

Ich habe mich häufig hinter meinem Laptop und in meinen Zeilen verkrochen und als Ausrede „Ich schreibe eben lieber…“ angebracht.

 

Meine Angst zu erkunden und genauer zu betrachten, hat mir geholfen, sie anzunehmen und zu akzeptieren. Denn eins habe ich gelernt: Sie geht nicht von alleine.

 

 

2. Hinterfragen

Glaubenssätze wie „Ich kann nicht schreiben.“ oder „Ich kann nicht reden.“ können nicht nachgewiesen werden – wir glauben sie einfach. Und jedes Mal, wenn wir etwas erleben, das zu einem unserer Glaubenssätze passt, lassen wir uns nicht auf neue Erfahrungen ein. Stattdessen halten wir an den alten Mustern fest.

 

Hinterfrage nun deine Glaubenssätze: Stimmt das denn wirklich, was du da glaubst?

 

Nimm eine rationale Haltung ein und stell dir vor, du wärst dein eigener Anwalt. Plädiere auf Freispruch. Überlege dir also Gegenargumente für deine negative These. So bemerkst du schnell, dass deine Glaubenssätze gar nicht zu 100% wahr sind!

 

Meine Gegenargumente für „Ich kann nicht reden.“:

  • Ich habe Kunden. Das heißt, ich konnte Interessenten in Kennlerngesprächen von mir und meiner Arbeit überzeugen.
  • Die Kunden meiner Mentorings und Brainstorming Sessions sind happy. Sie haben u.a. gesagt, dass sie sich bei mir „gut aufgehoben“ fühlen und ich „blitzschnell die besten Ideen“ entwickle.
  • Ich treffe mich regelmäßig mit anderen Selbstständigen via Skype. Beide Seiten wissen diese Gespräche zu schätzen.
  • Ich war bisher Gast in zwei Live Webinaren und Interviewpartner bei zwei Podcasts (bei Girl Meets Business und Freelance Designer Podcast). Diese Leute hätten mich nicht sprechen lassen, wenn ich total grässlich im Reden wäre. Ich habe auch von den Zuschauern/ Hörern immer gutes Feedback und Zuspruch bekommen.
  • Ich habe in letzter Zeit viel öffentlich geredet – und ich lebe noch!

 

Mein Tipp: Setze dir eine feste Zahl an Gegenargumenten, die du aufschreiben möchtest. Wenn du sie erreicht hast, setz noch ein Argument oben drauf. Es ist ein bisschen wie beim Sport: Dein Gehirn muss sich richtig anstrengen und wenn du einen gewissen Punkt überschritten hast, macht es unglaublich viel Spaß und dir werden ganz viele Dinge einfallen.

 

 

3. Ausbrechen

Das ist wohl der schwierigste Teil: Deine destruktiven Glaubenssätze kannst du nur auflösen, wenn du neue Erfahrungen sammelst. Erschaffe dir selber Möglichkeiten, in denen du dich deiner Angst stellst.

 

Fange klein an

… denn so baust du dir nicht selber unnötigen Druck auf. Wenn du Angst vor dem Schreiben hast, dann beginne nicht gleich mit einer Sales Page. Wie wäre es mit einer E-Mail an eine liebe Kundin?

Meine ersten Schritte: Ich habe zum Beispiel bei Facebook und Instagram andere Selbstständige zu virtuellen Kaffeepausen via Skype eingeladen. So hatte ich Möglichkeiten, mit verschiedenen Leuten und in unterschiedlichen Situationen ins Gespräch zu kommen. Es ging dabei nicht darum, mich möglichst gut zu verkaufen, sondern einfach miteinander zu plaudern und Erfahrungen auszutauschen.

 

Verurteile dich nicht

… denn anfangs ist es schrecklich! Auch wenn sich die ersten Zeilen deiner Texte nicht gut anfühlen, solltest du immer und immer weiterschreiben.

Meine peinliche Erfahrung: Um meine Komfortzone zu verlassen, habe ich mir selber eine Challenge auferlegt: eine Woche lang jeden Tag bei InstaStory sprechen. Puh! Das erste Mal stand ich fast zwei Stunden mit dem Handy vor meinem Gesicht rum, um dann nicht mal 5 Minuten Videomaterial hochzuladen. Es ist mir total peinlich, das mit dir zu teilen, aber wir alle kennen diese Situationen. Wie lange hast du schon für einige deiner Texte gebraucht?

 

Vertraue dir…

… denn du schaffst das. – Versprochen!

Mein Erlebnis: Mein erstes Podcastinterview hatte ich mit der lieben Sina von Girl Meets Business. Sina hatte mir vorab ein paar Fragen geschickt, die sie mir gerne stellen wollte. In meiner Angst, mir könnten bei dem Podcast keine guten Antworten einfallen, ich könnte mich versprechen, einen schlechten Eindruck hinterlassen oder alles vermasseln, habe ich schon Tage vorher angefangen, zu üben. Ich habe mir Antworten überlegt und laut vorgesprochen – bis ich keine Stimme mehr hatte. Das war es dann also mit der Vorbereitung! Ich musste nicht nur meine Stimme pflegen, sondern auch darauf vertrauen, dass ich es schaffen würde…

 

 

4. Reflektieren

Schau mal genauer hin: Wann hat sich das Sprechen bzw. Schreiben richtig gut angefühlt? Wenn du das weißt, kannst du dir vor, während und nach deinem nächsten Mutausbruch die besten Bedingungen schaffen. 

 

Meine Erkenntnis für die Vorbereitung: Ich habe beispielsweise erkannt, dass es mir hilft, wenn ich mir vor Meetings, Coachings oder Interviews meine Gedanken aufschreibe. Ich brauche mir die Dinge nicht exzessiv vorplappern bis ich keine Stimme mehr habe.

Meine Erkenntnis für das Sprechen: Während des Sprechens vertraue ich darauf, dass mir die richtigen Worte über die Lippen kommen. Denn eine große und wertvolle Erkenntnis aus den Webinaren und Podcasts war für mich: Ich kann auch spontan auf unbekannte Fragen antworten. (Wenn ich dir das so schreibe, bekomme ich Tränen in den Augen… so groß war meine Angst und noch größer ist die Erleichterung.)

Meine Erkenntnis für die Nachbereitung: Nach langen Gesprächen habe ich immer noch Kopfschmerzen und fühle mich wie ausgesaugt. Deswegen nehme ich mir danach bewusst eine Auszeit und reflektiere das Erlebte. Für den ganzen Tag nehme ich mir meistens keine größeren Projekte oder kreativen Aufgaben mehr vor.

 

 

 

Warum ich dir das erzähle

Ich weiß, wie du dich fühlst, wenn du einfach kein Wort rausbekommst. Mir sind die Ängste, Blockaden und Herausforderungen mehr als bekannt und nein, das kann man eben nicht mit „Ach, wird schon…“ kleinreden.

 

Dein Kopf ist leer. Schlechte Gedankenfetzen kommen so schnell, wie sie auch wieder gehen. Der Druck steigt. Du willst etwas schreiben. Aber das Einzige, was dir einfällt, ist „Ich kann das nicht! Warum schaffe ich das nicht!?“ Dann stehst du auf und verschiebst den Text auf später. Was bleibt, ist dein schlechtes Gewissen und ein ungutes Gefühl.

 

Denn auch das Schreiben ist in der Selbstständigkeit so wichtig wie das Reden. Du brauchst es für deine täglichen E-Mails, für deine Website, deinen Blog und Newsletter, für Social Media, deine Geschäftsunterlagen und noch vieles mehr. Deine Texte sollen deine Angebote bestmöglich vermitteln, deine Persönlichkeit widerspiegeln, die richtigen Menschen erreichen und sie so begeistern, dass sie zu deinen nächsten Traumkunden werden.

 

Ich weiß, wie schwer es ist, den ersten Schritt zu machen und dann den nächsten und den nächsten. Nimm dir meine Hand und lass uns diesen Weg gemeinsam gehen.

 

Wir blicken hinter deine Schreibblockade und erkunden deine Glaubenssätze. Gemeinsam kreieren wir einen Prozess, bei dem du in einen richtigen Schreibflow kommst. Du wirst deine Schreibstimme und die richtigen Worte finden.

 

Und noch viel mehr, als das, bekommst du

  • Erleichterung, weil du deine Probleme beim Schreiben los wirst,
  • Selbstliebe, weil du dich und den Wert deiner Arbeit noch mehr schätzt,
  • Stolz, weil du dich deinen Herausforderungen stellst,
  • Mut, weil dir das Schreiben noch schwerfällt, aber es immer besser wird,
  • Freiheit, weil du dich von deinen blockierenden Glaubenssätzen löst,
  • Motivation, weil du mit mir eine liebevolle, bestärkende Begleitung an deiner Seite hast,
  • Selbstwertgefühl, weil du dich intensiver und besser kennenlernst,
  • Freude, weil du deine Texte gerne schreibst,
  • Liebe, weil du mit deinen Texten die richtigen Menschen erreichst und mit Traumkunden zusammenarbeitest.
  • Erfüllung, weil du dein Traumleben lebst!

 

Lass uns gerne via Skype treffen. Hier kannst du dir einen Tag und eine Zeit aussuchen. Bei diesem Kennlerntermin brauchst du nicht schreiben. Aber ich werde reden – denn das mache ich mittlerweile wirklich gerne.

 

 

 

Deine Botschaft ist viel zu wertvoll!

Verstecke sie nicht

– verstecke dich nicht.

 

 

Wie fühlst du dich beim Sprechen und beim Schreiben? Womit fühlst du dich wohler? Teile deine Erfahrungen liebend gerne in den Kommentaren.

 


 

 

 

 

Ich kann nicht… – meine größte Angst

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