Ich kann nicht schreiben.
Die anderen verstehen mich nicht.
Sie werden sich über mich lustig machen.
Das interessiert doch eh niemanden.
Das klappt bei mir sowieso nicht.
Ich kann jetzt noch nicht anfangen.
Ich muss mir erst noch mehr Wissen aneignen.
Ich bin nicht gut genug.
Ich bin nicht wertvoll genug.
Ich bin zu dumm.
Ich mach das später.

 

Sind das deine Gedanken, wenn du einen Text schreibst?

Setzt du dich jedes Mal mit Unbehagen an den Schreibtisch? Starrst du manchmal minutenlang den blinkenden Cursor an und bringst kein Wort raus? Klingen die Sätze einfach nicht nach dir und hast du schon gar keine Lust mehr, deine E-Mails, Blogartikel, Angebote, Website-Texte und Flyer zu schreiben?

 

Ohne dich und deine Worte vielleicht zu kennen, sage ich dir: Du kannst schreiben! Und ich zeige es dir.

 

Im zweiten Teil der Blogserie „Deine Schreibstimme“ gehen wir darauf ein, wie du destruktive Glaubenssätze auflösen und Schreibblockaden überwinden kannst.

 

Was sind Glaubenssätze überhaupt?

 

Glaubenssätze sind innere Überzeugungen, mentale Muster und Verallgemeinerungen, die wir mit unserer Persönlichkeit und mit bestimmten Situationen verknüpfen.

Wenn diese Gedanken negativ sind, blockieren und limitieren sie uns. Denn sie sind tief in unserem Unterbewusstsein verankert und wirken sich auf unsere Gefühle, Entscheidungen und Handlungen aus. Sie sind unsere „Wahrheit“ bzw. haben einen Einfluss darauf, wie wir die Realität wahrnehmen.

Glaubenssätze können nicht nachgewiesen werden – wir glauben sie einfach. Und jedes Mal, wenn wir etwas erleben, das zu einem unserer Glaubenssätze passt, lassen wir uns nicht auf unsere neuen Erfahrungen ein. Stattdessen halten wir an den alten Mustern fest.

 

Aus unseren Glaubenssätzen entwickeln sich innere Antreiber, die ähnlich wirken und zwanghaft werden können. Es gibt fünf innere Antreiber, die je nach Person und Glaubensansatz unterschiedlich stark ausgeprägt sein können:

  • Ich muss perfekt sein.
  • Ich muss mich beeilen.
  • Ich muss es allen recht machen.
  • Ich muss stark sein.
  • Ich muss mich anstrengen.

Unser Unterbewusstsein gaukelt uns vor, dass wir mit diesen inneren Antreibern die Limitierungen ausgleichen können. Wenn wir denken, dass wir nicht schreiben können, dann verbinden wir damit häufig, dass wir erst perfekt sein, es allen recht machen und uns mehr anstrengen müssen. – Stimmt’s? Das liegt in unserer Evolution und daran, dass wir geliebt und anerkannt sein möchten und zu einer bestimmten Gruppe dazugehören wollen.

 

Die Wurzel der meisten blockierenden Glaubenssätze liegt in unserer Kindheit: Durch einen bestimmten Moment oder aufgrund einer Erfahrung, wurde unser Urvertrauen und der Grundglaube an „alles ist gut“ erschüttert.

 

Woher stammen unsere negativen Gedanken beim Schreiben?

Woher kommen diese destruktiven Gedanken eigentlich? Wann hast du diese negative Einstellung dir gegenüber als Autor entwickelt?

 

Unsere ersten Erfahrungen mit dem Schreiben liegen eine ganze Weile zurück: in der Schulzeit, als wir gelernt haben, den Füller richtig zu halten, Buchstaben zu schreiben und grammatikalisch korrekte Sätze zu bilden. In Klassenarbeiten und Aufsätzen haben wir später unser mühselig erlangtes Wissen wiedergegeben und auf gute Noten gehofft.

 

Kannst du dich noch an diese Zeit erinnern? Wie war es, die ersten Worte zu schreiben? Wie hat es sich angefühlt, in einem stillen Klassenraum zu sitzen und das Gelernte wiederzugeben?

 

Ich bin mir sicher, dass dir jetzt Begriffe wie

  • Leistungsdruck,
  • Unwissenheit,
  • Korrektur und Kritik,
  • Erwartungen, die es zu erfüllen gilt,
  • Fehler und
  • Unsicherheit

einfallen. All diese negativen Gedanken und Gefühle verbinden wir noch heute unbewusst mit dem Schreiben.

 

Wir assoziieren mit dem Schreiben ein Endergebnis, das beurteilt wird und perfekt sein muss.

 

Wenn du heute deine Texte schreibst, hat das nichts mehr mit Benotung, Richtig und Falsch zu tun. Deine Texte sind eine Ausdrucksform deiner Botschaft, deiner Werte und Angebote. Wenn du über deine Meinung, deine Gefühle und deine Arbeit schreibst, ist das Kunst.

 

 

5 einfache und umsetzbare Tipps, wie du Schreibblockaden überwinden und negative Glaubenssätze auflösen kannst

 

1. Neue Assoziation: Schreiben ist Kunst!

Bisher hast du das Schreiben mit deiner Schulzeit, Unsicherheit, Erwartungen, Leistungsdruck und Fehlern verbunden. Mein Tipp: Schaffe dir eine neue Verknüpfung!

Sieh es doch mal so: Schreiben ist Kunst – wie das Malen oder Singen.

 

Schreiben ist wie Malen: Mehrere Künstler können den selben Gegenstand, die selbe Situation oder Person malen und es sieht immer anders aus – auf ihre Weise einzigartig und so wie sie die Welt sehen. Betrachter, mit denen diese Anschauung räsoniert, finden die Gemälde toll, andere nicht – das ist okay.

 

Writing is the painting of the voice!, Voltaire

 

Schreiben ist wie Singen: Mehrere Musiker können über ein Thema singen, sogar die selben Worte und Noten vorgegeben bekommen – und jeder von ihnen singt das Lied mit seiner einzigartigen Stimme. Jeder Sänger interpretiert das Thema anders, bringt seine Emotionen und Erfahrungen ein und erzeugt damit seinen individuellen Song.

Ob die Zuhörer das Lied mögen, liegt nicht in der Hand des Sängers. Denn das ist abhängig vom Geschmack der Menschen.

 

Du hast beim Schreiben eine einzigartige Sicht und eine einzigartige Stimme – lass sie in deinen Texten erklingen!

 

 

2. Bewusstsein: Wisse, warum, wie und was du sagen möchtest!

Ganz entscheidend für deinen Schreibflow und für gute Texte ist Klarheit.

  • Thema: Was möchtest du sagen?
  • Zielgruppe: Wen möchtest du erreichen?
  • Inhalt: Was machst du, was bietest du an und welchen Wert hat deine Arbeit?
  • Persönlichkeit: Wer bist du?
  • Schreibstimme: Wie kommunizierst du?
  • Vision: Warum möchtest du anderen deine Gedanken mitteilen?

Wenn du dir darüber bewusst bist, weißt du, warum, wie und was du schreibst. Du kommunizierst deutlich und emotional deine Gedanken und deine Idee – und verbindest dich so mit den richtigen Menschen.

 

 

3. Herzensangelegenheit: Schreibe mal wieder mit der Hand!

Oft tippen wir unsere Texte doch nur noch digital am Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone, richtig? Nimm mal wieder Stift und Papier zur Hand.

Die Nähe beim Schreiben wird dich wieder viel mehr mit dir, deinen Gedanken und Ideen, deiner Stimme und deiner Vision verbinden.

 

„Handwriting is more connected to the movement of the heart.“ – Natalie Goldberg

 

Tipp: Nimm dir einen Stift, mit dem du gut und rasch schreiben kannst, denn unsere Gedanken sind immer schneller als unsere Hand. Deswegen ist es wichtig, die Hand mit einem unangenehmen Stift nicht noch langsamer zu machen.

 

 

4. Mutausbruch: Fang einfach an!

Der Anfang muss nicht immer am Anfang sein. Oft ist es sogar effektiver nicht mit der Einleitung anzufangen, weil man sich zum einen nicht so unter Druck setzt und weil sich im Schreibfluss bzw. Entstehungsprozess ohnehin noch einiges ergibt. Beginne also zunächst mit einem Absatz des Textes, der dir leicht fällt. Dann wird sich Schritt für Schritt alles fügen.

Außerdem ist wie bei allen Dingen, die du ausgezeichnet beherrschen möchtest: Trainiere bzw. schreibe und lese so viel und so oft du nur kannst.

 

 

5. Mindset: Du kannst schreiben!

Die besten Tipps, Tricks und Tools bringen dir nichts, wenn du nicht daran glaubst, dass du wirklich schreiben kannst. Denn eine gute Schreibe ist – wie alles im Leben – abhängig von deiner inneren Einstellung.

Es ist nämlich so: Dein Gehirn überträgt sämtliche Informationen. Dazu zählen die Sinneseindrücke der Außenwelt und genauso auch deine Fantasien. Bei dieser Übertragung differenziert das Gehirn nicht zwischen Wirklichkeit und Imagination (also zwischen dem, was wirklich passiert und dem, was du nur denkst).

Wenn du dadrüber grübelst, dass deine Text nicht gut klingen und eh niemanden gefallen, nimmt dein Gehirn an, es ist tatsächlich so. Es sendet Botenstoffe an deinen Körper, die dich entsprechend fühlen und handeln lassen. Das Tolle: Ebenso ist das auch mit positiven Gedanken!

„Unsere sprachbasierten Gedanken formen unser Bewusstsein, und das Bewusstsein formt die Realität, die wir wahrnehmen. Wählen Sie also Ihre Worte mit Bedacht, denn sie werden so wirklich, wie der Boden, auf dem Sie stehen.”, Andrew Newberg

 

Diese wertvolle Erkenntnis kannst du beispielsweise mit Affirmationen und einem weiteren super tollen Kniff umsetzen: Lächle!

Affirmationen sind kurze, bejahende Sätze, die du dir immer und immer wieder in Gedanken oder laut aufsagst. Sie wirken sich positiv auf dein Unterbewusstsein und mit der Zeit auf deine Einstellung und dein Handeln aus. Wie wäre es mit „Ich bin kreativ!“ oder „Ich erreiche mit meinen Texten die richtigen Leute!“?

Ähnliches klappt, wenn du lächelst: Wenn du deine Mundwinkel nach oben ziehst und die Muskeln an dieser Stelle angesprochen werden, schüttet dein Körper entsprechende Botenstoffe aus. Durch diese Botenstoffe erhält dein Gehirn die Information, dass du freudig und glücklich gestimmt bist. Schon zwei Minuten Lächeln wirken sich positiv auf deine Laune aus. Probiere es gleich mal aus!

 

 

Abschließen möchte ich diesen zweiten Teil der Blogserie „Deine Schreibstimme“ gerne mit einem meiner Lieblingszitate, denn es zeigt die Kraft deiner Worte, die du nach innen und nach außen richtest:

 

„Das Wort ist nicht nur ein Ton oder ein schriftliches Symbol.

Das Wort ist eine Macht; es ist die Macht, die Sie besitzen, sich auszudrücken und zu kommunizieren, zu denken,

und somit die Ereignisse in Ihrem Leben zu kreieren.“, Don Miguel Ruiz

 

 

Welcher Glaubensansatz hat dich bisher beim Schreiben am meisten blockiert? Erzähle mir gerne in den Kommentaren davon.

 

 


Wie wäre dein Arbeitsalltag, wenn du persönlichere, schnellere und bessere Texte schreiben könntest?

 

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Deine Schreibstimme #2: Wie du Schreibblockaden überwinden kannst

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