Bestimmt kennst du das: Du hast mehrmals den Text für deinen Flyer gegengelesen und nachdem er frisch aus dem Druck kommt, entdeckst du doch noch einen unschönen Tippfehler. Puh… Genauso geht es dir auch immer wieder mit deiner Website, deinen Blogartikeln und Social Media-Beiträgen?

 

Das ist total ärgerlich! Denn sicher hast du mit viel Liebe und Zeit die Inhalte recherchiert, einen roten Faden kreiert, den Text geschrieben und in ein hübsches Layout gesetzt.

 

Texte zu korrigieren, kommt manchmal einem Hexenwerk gleich. Warum ist das eigentlich so?

 

Einige Gründe, warum es uns so schwer fällt, Textfehler zu erkennen:

  • Wir sitzen schon so lange an ein und demselben Text, dass wir die Worte vor lauter Buchstaben nicht mehr erkennen.
  • Wir kennen den Text mittlerweile auswendig und sind deswegen unkonzentriert.
  • Beim Lesen nehmen wir nicht die einzelnen Buchstaben, sondern das Wort als Ganzes wahr. Für das Erkennen ist es nur wichtig, dass der erste und letzte Buchstabe an der richtigen Stelle ist. Deswegen fallen uns beim Drüberlesen die Tippfehler in der Wortmitte nicht auf. (Ein perefktes Beispeil ist dieser Satz.)
  • Wir sind oft in Eile und haben keine Zeit, den Text mehrmals und voll fokussiert durchzulesen.
  • Wir haben keine Lust, uns gefühlt tausend Mal den Text vorzunehmen.

 

Warum du dennoch deine Texte genau unter die Lupe nehmen solltest und wie du das am besten machst? Das erkläre ich dir. Und hey, natürlich geht das über die automatische Rechtschreibprüfung hinaus!

 

 

Warum du deine Texte gründlich gegenlesen solltest

 

Texte spiegeln deine Persönlichkeit und deine Arbeitsweise wider.

 

Eine chaotische Textstruktur, unklare Botschaften, langweilige Geschichten, Tipp- und Rechtschreibfehler wirken sich daher negativ auf dein Ansehen aus. Sie vermitteln den Eindruck, du wärst schludrig und unzuverlässig. Sie senken die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen deiner Marke.

 

Würdest du beispielsweise einen kreativen Dienstleister buchen, dessen Website und Unterlagen voller Fehler sind? Ich auch nicht.

Denn gerade bei uns Fotografen, Yogalehrern, Coaches, Designern und Textern geht es um Persönlichkeit, Vertrauen und Zuverlässigkeit.

 

Bei einer Umfrage von The Search Laboratory haben 80% der Teilnehmer angegeben, dass sie neben dem Layout bei Onlinetexten großen Wert auf Rechtschreibung und Grammatik legen.

 

Und laut einer Studie von Global Lingo führen Fehler im Text dazu, dass 59% der Besucher einer Website vom Kauf absehen.

 

Auch Google mag Rechtschreibung: Ein korrekter Text ist ein Kriterium, um Websites in gut und schlecht einzuteilen. Rechtschreibung ist also ein Zeichen für Seriosität.

 

Texte sind ein Qualitätsmerkmal und deswegen solltest du auch nachdem du die Infos recherchiert, die Gliederung erstellt und den Text geschrieben hast, noch mit viel Liebe und Aufmerksamkeit weiterarbeiten.

 

 

5 Tipps, mit denen du deine Texte besser korrigierst

 

1. Lass  den  Text  liegen

Irgendwann siehst du die Worte vor lauter Buchstaben nicht mehr, stimmt’s?

 

Lege den Text daher für ein paar Stunden oder auch Tage zur Seite. Mit etwas Abstand schaust du mit einem frischen Geist auf den Text, kontrollierst deine Aussagen und entdeckst schneller Fehler.

 

Mit dieser Methode kannst du auch besser mehrere Korrekturdurchgänge machen.

 

Und es hat sogar noch einen weiteren Vorteil: Die Themen arbeiten in den Pausen in unserem Unterbewusstsein weiter und oft fallen uns so noch wertvolle Ideen und bessere Formulierungen ein.

 

Tipp eignet sich besonders für: Texte, die sehr lang sind und Schreiberlinge, die sich nicht lange am Stück konzentrieren können.

 

 

2. Lies  den  Text  laut  vor

Kannst du den Text lockerflockig laut vorlesen, ohne ins Stocken oder in Atemnot zu kommen?

 

Wenn du deinen Text laut vorliest, erkennst du unter anderem

  • Sätze, die zu lang und verschachtelt sind,
  • fehlende Worte oder
  • Worte, die an der falschen Stelle stehen,
  • (Fremd-) Worte, die nicht so gut zu lesen sind und
  • Verben, die nicht richtig konjugiert sind.

 

Sitzt du gerade in einem Café, Coworking Space oder irgendwo anders, wo du deine Texte nicht laut vorlesen kannst (ohne komisch angeschaut zu werden)? Dann flüstere oder beweg nur die Lippen.

 

Auch dieser Tipp hat einen weiteren Vorteil: Wenn du deinen Text laut vorliest, erkennst du, wo du natürliche Pausen machst und wo du Luft holen musst. So verleihst du ihm deinen Rhythmus bzw. dein Sprechtempo – und somit mehr Persönlichkeit. Mehr darüber erfährst du in der Blogserie „Deine Schreibstimme – Wie du Texte mit Persönlichkeit schreibst“.

 

Tipp eignet sich besonders für: Schreiberlinge, die gerne Flüchtigkeitsfehler einbauen.

 

 

3. Korrigiere  den  Text  von  hinten  nach  vorne 

Wenn wir den Text schon mehrmals gelesen haben, kennen wir ihn fast auswendig und verlieren die Lust und die Konzentration. Unsere Augen schweben nur noch über den Text. Und klar, dann übersehen wir noch viel schneller die Unstimmigkeiten.

 

Lies deinen Text Satz für Satz oder sogar Wort für Wort rückwärts. So fokussierst du dich wieder mehr auf die einzelnen Elemente.

 

Tipp eignet sich besonders für: Schreiberlinge, die es mit dem Gegenlesen eilig haben oder es nicht so genau nehmen.

 

 

4. Drucke  dir  den  Text  aus

Wusstest du, dass wir am Bildschirm ca. 25% langsamer lesen als das bei Offline-Texten der Fall ist?

 

Und vielleicht ist dir das auch schon aufgefallen: Online-Texte lesen wir oft nicht Zeile für Zeile horizontal, sondern eher vertikal von oben nach unten. Wir rauschen förmlich durch den Text. Oder: Wir scannen ihn!

 

Wenn wir also am Computer oder Laptop sitzen, fällt es unseren Augen und unserem Gehirn viel schwerer, Texte aufmerksam zu lesen. – Druck dir wichtige Texte daher am besten aus.

 

Tipp eignet sich besonders für: Lange und wichtige Texte und Schreiberlinge, die nicht viel und/ oder gerne am Bildschirm arbeiten bzw. die ihre Augen schonen möchten.

 

 

5. Arbeite  mit  einem   Texter  zusammen

Natürlich können deine beste Freundin, eine Kollegin oder auch deine Oma den Text gegenlesen. Aber ist das wirklich so gut?

Erst letztens erzählte mir eine befreundete Freelancerin, dass sie ihre neuen Website-Texte ihrer Schwester und Mutti gegeben hatte. Als die beiden mit der Korrektur fertig waren, las sich der Text wie eine stocksteife Bewerbung…

 

Wenn du die Textkorrektur abgeben möchtest, dann geh doch lieber gleich den sicheren und professionellen Weg: Lass einen Texter deine Arbeit korrigieren bzw. lektorieren.

 

Als Texterin betrachte ich deinen Text nach folgenden Kriterien:

  • Rechtschreibung und Grammatik: Ist der Text fehlerfrei?
  • Sachliche Richtigkeit: Macht jeder einzelne Satz und Absatz Sinn?
  • Stil: Hat der Text einen roten Faden? Lässt er sich insgesamt gut lesen und verstehen?
  • Grafik: Gibt es logische Absätze, Zwischenüberschriften, Formatierungen, Verlinkungen etc.? Hat sich durch das Layout ein Fehler eingeschlichen, zum Beispiel bei Zeilenumbrüchen?
  • Werbepsychologie: Ist der Text auf das Kaufverhalten angepasst? Informiert, unterhält, inspiriert und überzeugt er – animiert er zum Handeln und Kaufen?
  • Zielgruppe: Entspricht der Text den Kenntnissen und Vorlieben der Zielgruppe?
  • Persönlichkeit: Spiegelt der Text deine Persönlichkeit wider? Sprichst du da wirklich? Bekommen die Leser das Gefühl, dich zu kennen?

 

Ja, du investierst bei einem Texter mehr als einen Kaffee und Blümchen als Dank. Wie im Abschnitt „Warum du deine Texte gründlich gegenlesen solltest“, geschrieben, sollten dir deine Texte und vor allem deine Selbstständigkeit diese Zusammenarbeit wert sein. Hier erfährst du mehr darüber.

 

Tipp eignet sich besonders für: Lange und wichtige Texte und Schreiberlinge, die nicht so viel Zeit haben, unsicher sind oder ihre Marke auf das nächste Level bringen möchten.

 

 

Hier eine kleine Zusammenfassung, die du dir speichern oder auf Pinterest pinnen kannst:

 

 

 

Welchen Text wirst du als nächstes gegenlesen?

 

 


Du findest nicht die richtigen Worte für deine Marke? Ich helfe dir gerne dabei!

Als freiberufliche Texterin unterstütze ich Selbstständige und Freelancer bei ihrer schriftlichen Kommunikation: Gemeinsam erstellen wir Konzepte und verfassen Texte für deine online und offline Werbemittel wie Website, Blog, Newsletter, eBook, Flyer und Broschüren.

Möchtest du deine Texte abgeben und schreiben lassen? Oder möchtest du deine Texte selber schreiben und dabei begleitet werden?


5 Tipps, mit denen du deine Texte besser korrigierst

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