Du sitzt vor einem leeren Word-Dokument, der Cursor blinkt nervig vor sich hin, du bekommst Zeitdruck, möchtest den Text so gerne schreiben, doch dein Gedankenkarussell dreht sich nur um diese Sätze:

 

Ich bin nicht gut genug.
Ich kann das einfach nicht.
Das interessiert eh niemanden.
Die anderen werden mich nicht richtig verstehen.

 

Ich möchte dir gerne sagen: Du bist nicht alleine. Mir geht es auch oft so.

 

Denn beim Schreiben bin ich ein kreativer Dienstleister wie Fotografen, Designer, Life Coaches – wie du. Wenn ich meine eigenen Texte für diesen Blog, meinen Newsletter, meine Website oder E-Mails schreibe, fühle ich mich auch unsicher. 

Gleichzeitig bin ich allerdings auch eine erfahrene Texterin, die das Schreiben liebt. Ich begleite Menschen dabei, mit Vertrauen und Freude einzigartige, liebevolle Texte zu kreieren – mich irgendwie eingeschlossen.

 

Meine Strategien und Übungen probiere ich regelmäßig an mir selber aus. Ich probiere, hadere, tüftle, ändere, fluche, lache, weine, liebe – und schreibe. So kann ich dir mein Wissen vom Herzen weitergeben.

 

 

 

5 praktische Tipps, wie du mehr Sicherheit beim Schreiben gewinnst

1. Bewusstsein: Wie fühlst du dich?

Oftmals schwirrt dieses ungemütliche Gefühl in mir herum, ohne dass ich es so richtig fassen kann. Geht es dir auch so?

Wir möchten die Kontrolle behalten. Wir möchten dieser Unsicherheit nicht nachgeben und uns erst recht nicht verletzlich machen – nicht vor uns selber auch nicht vor anderen. Doch genau hier liegt der Wendepunkt:

Wenn du deine negativen Gefühle wie Angst und Unsicherheit betäubst, schaltest du auch gleichzeitig die positiven Gefühle aus. 

 

Schau also mal genauer hin, mach dich verletzlich – denn so wirst du dich auch selbst annehmen.

Verletzlichkeit ist der Geburtsort von Liebe, Zugehörigkeit, Freude, Mut, Empathie und Kreativität. – Brené Brown

 

ÜBUNG: Nimm dir einen Moment und gehe auf deine Gefühle und Gedanken beim Schreiben ein. Woran denkst du und was fühlst du, wenn …

  • du weißt, dass du gleich einen Text schreiben wirst?
  • du dich an den Schreibtisch setzt?
  • du den Text schreibst?
  • du den Text bearbeitest?
  • du auf „Veröffentlichen“ klickst bzw. den Texte versendest?
  • du auf die Reaktionen deiner Leser wartest?

 

 

2. Mindset: Womit assoziierst du das Schreiben?

Unsere ersten Erfahrungen mit dem Schreiben liegen in unserer Kindheit: In der Schule haben wir gelernt, wie wir Buchstaben schreiben. Später haben wir unser Wissen in Aufsätzen und Klassenarbeiten niedergeschrieben. 

Auf unser Schreiben folgte schließlich eine Bewertung, die uns als Person ausmachte und somit möglichst „sehr gut“ sein sollte.

Ganz klar, dass wir das Schreiben daher mit negativen Assoziationen wie Unsicherheit, Erwartungen, Leistungsdruck und Fehlern verknüpfen.

 

Ich möchte dich gerne einladen, eine neue Geschichte um das Schreiben zu kreieren: Schreiben ist wie Malen oder Singen – Schreiben ist Kunst.

 

Mehrere Künstler interpretieren ein Thema ganz unterschiedlich. Musiker können die selben Worte und Noten vorgegeben bekommen – und dennoch singt jeder von ihnen das Lied mit seiner einzigartigen Stimme.

Ob die Zuhörer oder Betrachter das Kunstwerk mögen, liegt nicht in der Hand des Künstlers. Denn das ist abhängig vom Geschmack der Menschen. Rezipienten, die bei einem Thema ähnliches fühlen, finden das Kunstwerk toll, andere nicht – das ist okay.

Dir fallen doch sicher spontan auch Sänger ein, denen du liebend gerne zuhörst und andere, bei denen du sofort umschaltest. Stimmt’s?

 

Du hast beim Schreiben deine einzigartige Stimme – lass sie in deinen Texten erklingen!

 

ÜBUNG: Jedes Mal, wenn du merkst, dass deine Gedanken über deine Texte ins Negative abdriften, hältst du zukünftig inne. Du schließt deine Augen und atmest tief ein- und aus. Sage dir laut auf: „Schreiben ist Kunst. Meine Botschaft ist wertvoll und meine Worte werden die richtigen Menschen erreichen.“

Das hat mir auch bei meiner größten Angst geholfen.

 

 

3. Schreibprozess: Wann bist du im Flow?

Deine Persönlichkeit hat entscheidenden Einfluss darauf,

  • wie du Personen, Situationen und Dinge wahrnimmst,
  • sie interpretierst
  • und wiedergibst.

 

So wirkt sich deine Persönlichkeit auch auf dein Schreiben aus. Wenn du herausfindest, wie du tickst, kannst du auch ableiten, welche Methoden sich am besten für dich eignen, um deine Botschaft zu kommunizieren.

 

Ein tolles Beispiel dafür ist, ob du ein extrovertierter oder introvertierter Schreiberling bist.

 

ÜBUNG: Wir fokussieren unsere Energie und unsere Aufmerksamkeit in zwei Richtungen: entweder nach außen (Extroversion) oder nach innen (Introversion). Was trifft eher auf dich zu? – Und wie kannst du das auf deinen Schreibprozess ableiten?

Hier zwei Beispiele:

Als Extrovertierte lernst andere Menschen und neue Dinge am besten kennen, wenn du sie aktiv in dein handeln involvierst. Du überlegst nicht viel, sondern setzt deine Gedanken sofort um.

Du schreibst daher am besten, wenn du deine Ideen zunächst laut aussprechen und mit anderen teilen kannst. Du magst es, in einem Dialog deine Gedanken zu sammeln, zu diskutieren und zu strukturieren.

Du planst nicht gerne, sondern schreibst einfach drauflos und entscheidest im Prozess, wie du mit Herausforderungen wie beispielsweise dem roten Faden umgehst. Die Gliederung deiner Texte entsteht somit meistens erst, während du bereits schreibst.

Für dich eignet sich das freie Schreiben besonders. Dabei lässt du deine Gedanken einfach los, schreibst ohne Plan, ohne Unterbrechungen und ohne auf Tippfehler und Rechtschreibung zu achten. Bearbeitet, korrigiert und strukturiert wird der Text im Nachhinein.

 

Als introvertierter Mensch ziehst dich  zunächst in dich zurück und machst eine kurze Pause, ehe du sprichst oder handelst. Somit nimmst du dir kurz Zeit, deine Gedanken zu sammeln und zu strukturieren, Möglichkeiten abzuwägen und dann die beste auszuwählen. Wenn du dich ausgelaugt fühlst, bist du gerne alleine. In deinem Inneren spielt sich viel ab, auch wenn das nach außen nicht immer deutlich wird.

Am liebsten schreibst du, wenn du deinen Gedanken alleine und ohne Ablenkungen nachgehen kannst. Während des Schreibens möchtest du nicht gestört werden, da dich das aus dem Flow bringt. Deswegen solltest du das Feedback von anderen erst einholen, wenn der Text fertig ist.

Du brauchst viel Zeit für dich und bist in ruhiger Atmosphäre am kreativsten. Wenn du introvertiert bist, bekommst du die meiste Inspiration in der Natur oder beispielsweise bei einem guten Buch. Dabei kreisen deine Gedanken weiter um das Thema und du bearbeitest deinen Text im Kopf.

 

 

4. Schreibstimme: Was ist typisch für dich?

Wenn ich unsicher bin, hilft es mir, wenn ich an etwas Vertrautem festhalten kann. Genauso ist es auch beim Schreiben. 

Ich weiß, welche Worte und Redewendungen ich häufig verwende und welche Lautmalerei (z.B. „hm“, „puh“, „hach“) typisch für mich ist. Mir ist bewusst, worüber ich am liebsten schreibe und welches Gefühl ich dem Leser mit meinen Texten geben möchte. – Ich kenne meine Schreibstimme.

Kennst du auch deine einzigartigen Merkmale beim Schreiben?

Deine Schreibstimme ist die natürliche Ausdrucksweise deiner Persönlichkeit. Dazu gehören:

  • Worte und Redewendungen
  • Rechtschreibung und Grammatik (inkl. typischer Fehler)
  • Tonalität und Charme
  • Lautmalerei
  • Inhalt

 

ÜBUNG: Picke dir 3 bis 5 Begriffe aus deiner Branche heraus, die du häufig verwendest und erkläre sie. Stelle dir vor, du würdest dich mit einer deiner liebsten Kundinnen darüber unterhalten. Analysiere danach deine Beschreibungen.

 

 

 

Magst du deine Schreibstimme entdecken und entwickeln? Dann möchte ich dir gerne mein eBook „Texte mit Persönlichkeit – Wie du deine authentische Schreibstimme und die richtigen Worte findest“ ans Herz legen.

In diesem Buch erhältst du alle meine Strategien, detaillierte Anleitungen, inspirierende Übungen und sogar eine Schreibflow-Meditation.

Hier kannst du dir das eBook bestellen.

 

 

 

5. Vision: Warum schreibst du?

Der letzte Tipp ist der kraftvollste: Erinnere dich daran, warum du deine Arbeit machst! Ich möchte dafür gerne einen recht intimen Absatz aus meinem Journal mit dir teilen:

Ich habe die wundervolle Gabe vom Universum bekommen, Emotionen und Erlebnisse in Worte zu fassen und andere dabei zu begleiten, in sich zu schauen und an sich zu glauben. Es wäre vermessen, dieses Talent in mir zu behalten und nicht in die Welt zu bringen. Deswegen lebe ich meine kreative Schöpferkraft heute voll aus. – aus meinem Journal

 

Du hast ein Talent, ein Geschenk für die Welt: mit deiner Arbeit hilfst du anderen Menschen. Also verstecke deine wertvolle Botschaft nicht. Schreibe diesen Text!

 

 

ÜBUNG: Werde dir über deine Vision, dein Warum bewusst. Schreibe deine Geschichte auf.

Diese Blogartikel helfen dir dabei:

Warum, Wie, Was: So kommunizierst du deine Botschaft richtig

Brand Story: Warum du als Freelancer eine Geschichte brauchst

Wie du mehr Selbstbewusstsein für deine Arbeit bekommst – 3 einfache Schritte

 

 

Zusatztipp:

Es ist wie bei allen Dingen, bei denen wir uns unsicher sind: Jedes Mal, wenn wir uns unserer Angst stellen, wird es besser, angenehmer, erfolgreicher – schöner!

Schreibe oft und schreibe viel. Spiele mit deinen Worten, lese, lass dich inspirieren, erkunde deine Sprache – und habe Freude daran, dass du deine Botschaft mit den richtigen Menschen teilst.  

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, sich alleine mit solchen Herausforderungen auseinanderzusetzen – und wie beflügelnd es ist, wenn du dir eine vertraue Person an deine Seite holst. Ich begleite dich liebend gerne in unserem Schreib-Mentoring. Erfahre hier mehr.

 

Nun sind wir am Ende dieses Blogartikels angelangt sind. Und weißt du, was der erste Schritt zu diesem fertigen Text war? Ich habe mich meiner Unsicherheit entgegengestellt:

zu Tipp 1: Ich habe mir meine Angst greifbar gemacht.

zu Tipp 2: Ich habe mir wieder bewusst werden lassen, dass der Text nicht alle, sondern die richtigen Menschen erreichen soll – dich. Und schau nur, wie weit du gelesen hast.

zu Tipp 3: Ich habe mich zusammen mit meinem Hund Paul an meinen Lieblingsschreibort begeben und meine Gedanken notiert. Anschließend habe ich sie mit Farben und Zahlen geordnet und zwischendrin immer mal wieder eine Pause gemacht.

zu Tipp 4: Ich habe die ersten Zeilen begonnen und bin dabei ganz automatisch in meine Schreibstimme gekommen.

zu Tipp 5 und somit das Wichtigste: Ich habe mir vorgestellt, wie dir meine Tipps helfen, wie du mein Schreib-Mentoring buchst, bald mit Sicherheit deine wertvolle Botschaft kommunizierst und genauso viel Freude am Schreiben hast wie beispielsweise diese glückliche Kundin: „Ich muss sagen, dieses Coaching mit dir war für mich hammerwertvoll. 2 Dinge nehme ich jetzt schon wahr, ich brauch deutlich weniger Zeit und ich spreche wirklich von Stunden. Und ich nähere mich immer mehr meiner Stimme an. Schon wahnsinnig, wie die ganzen Glaubenssätze auf ein selber wirken. Auf jeden Fall habe ich jetzt konkrete Dinge, die ich weiterentwickeln kann. Nochmals ganz lieben Dank. ❤️ Und mach weiter so, du machst das echt spitze…“

 

 

Wie fühlst du dich meistens beim Schreiben? 

 

 

 


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